Bald wird im Container unterrichtet

Grasswil

Am Mittwoch kann das neue Provisorium bei der Schulanlage Grasswil eingeweiht werden. Die Planungen für den Erweiterungsbau hingegen verzögern sich.

Ende Juni wird das neue Schulhausprovisorium in Grasswil fertig erstellt sein. Die Containerlösung befindet sich neben der Schulanlage in Grasswil. Am 3. Juli wird das Provisorium mit einem Tag der offenen Tür eröffnet.

Ende Juni wird das neue Schulhausprovisorium in Grasswil fertig erstellt sein. Die Containerlösung befindet sich neben der Schulanlage in Grasswil. Am 3. Juli wird das Provisorium mit einem Tag der offenen Tür eröffnet.

(Bild: Adrian Moser)

Sebastian Weber

Anlässlich der Schulschlussfeier lädt die Gemeinde am Mittwoch zu einem Tag der offenen Tür ein: Der Container auf dem Hartplatz der Schulanlage Grasswil kann besichtigt werden. Die sieben Module sind dort letzten Mai aufgestellt und mittlerweile komplett eingerichtet worden. Sodass sie im August in Betrieb genommen werden können. Denn gebraucht werden sie auf das kommende Schuljahr hin dringend: Die Schule Wynigen-Seeberg sieht sich bekanntlich mit steigenden Schülerzahlen konfrontiert und muss eine zusätzliche Primarklasse eröffnen. Der vorhandene Schulraum reicht hierfür aber nicht aus.

Und so wird die neue Klasse nun im bisherigen Kindergarten der Schulanlage Grasswil eingerichtet. Der Kindergarten wiederum zieht ins rund 100 Quadratmeter grosse Provisorium um, das ein Klassenzimmer sowie eine Garderobe und ein WC umfasst. Auf einen Gruppenraum habe man verzichten können, sagt Gemeinderat Micha Streit (SVP). Dieser konnte durch die Umgestaltung des Klassenzimmers im Obergeschoss des bestehenden Schulhauses gewonnen werden.

Beim Provisorium handle es sich um nach den neusten Vorschriften isolierte Module, die über eine Pumpe auf dem Dach entsprechend geheizt oder klimatisiert werden könnten, sagt Streit. Er ist zuversichtlich, dass der 315'000-Franken-Kredit, den die Stimmberechtigten letzten November genehmigt hatten, eingehalten werden kann. 

Offene Fragen

Die Containerlösung wird nötig, weil die Zeit bis zum Beginn des Schuljahres 2019/20 für den geplanten Erweiterungsbau bei der Schulanlage Grasswil nicht ausreichte. Die Abklärungen für einen solchen Bau waren bereits 2018 aufgenommen worden. Es wurde hierfür eine Arbeitsgruppe  eingesetzt. 

Eigentlich hätte die Gemeinde bereits in diesem Frühjahr an einer Informationsveranstaltung das Vorprojekt präsentieren wollen. Dazu kam es jedoch nicht: Die Arbeiten hätten sich verzögert, bestätigt Gemeindepräsident Andreas Mühlemann (BDP). «Sie haben mehr Zeit in Anspruch genommen als erwartet.» Zudem habe man den Fokus in den letzten Wochen und Monaten auf die Realisierung des Provisoriums gelegt. Weshalb die Abklärungen für den Festbau zuletzt weniger stark verfolgt worden seien, so Mühlemann.

Und so sind weiterhin Fragen offen, etwa jene nach dem tatsächlichen Raumbedarf oder der Art und Weise, wie man bauen möchte. Zudem müssen die Planungen mit der Gemeinde Wynigen abgestimmt werden, mit welcher sich Seeberg 2014 zu einem gemeinsamen Schulbetrieb zusammengeschlossen hat. Es sei daher unklar, ob die Informationsveranstaltung noch in diesem Jahr nachgeholt werden könne, meint Mühlemann.

Der grobe Zeitplan sieht vor, dass der Festbau innerhalb von drei Jahren realisiert wird. Laut Mühlemann könnte dieser aber auch länger auf sich warten lassen. Bei den Kosten bleibt der Gemeindepräsident mit seinen Aussagen vorsichtig: Das Spektrum sei riesig und hänge davon ab, für welche Variante man sich letztlich entscheide. 2018 hatte die Gemeinde informiert, dass gemäss einer ersten groben Schätzung für den Erweiterungsbau Kosten von rund 1,2 Millionen Franken eingerechnet werden müssten. Diese Variante würde zwei Klassenzimmer sowie zwei Gruppenräume beinhalten.

Tag der offenen Tür, Mittwoch, 17.30 bis 19.15 Uhr, Schulanlage Grasswil.

Langenthaler Tagblatt

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