Aarwangen

Anwohner sind unzufrieden und fordern Korrekturen

AarwangenDie Ausfahrt aus der Scheurhofstrasse sei seit der Neugestaltung der Jurastrasse gefährlicher, finden Betroffene. Dem widerspricht der Projektleiter des kantonalen Tiefbauamtes. Er sieht keinen Anlass, etwas an der Anlage zu ändern.

Neuralgischer Punkt. Wenn Fahrzeuge in hohem Tempo die Jurastrasse herunterfahren, wird es schwierig, aus der Scheurhofstrasse in diese einzubiegen.

Neuralgischer Punkt. Wenn Fahrzeuge in hohem Tempo die Jurastrasse herunterfahren, wird es schwierig, aus der Scheurhofstrasse in diese einzubiegen. Bild: Thomas Peter

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Es ist nicht das erste Mal, dass sich Ueli Spring zur neuen Situation oberhalb des Schlosses negativ äussert: «Die Ausfahrt aus der Scheurhof- auf die Jurastrasse ist gefährlicher als zuvor. Die Lärmschutzwand versperrt die Sicht. Ein Spiegel würde helfen.»

Mit seiner Meinung ist Spring nicht allein. Für Landwirt Ueli Rohrbach etwa ist es unverständlich, dass anstelle eines roten Belages ein Trottoir mit Absatz gebaut wurde. «Dieses ist zu hoch», moniert der Abwart des Schlosses. Schon die Ausfahrt mit dem Auto werde dadurch erschwert, mit Traktor und Anhänger sei die Situation noch prekärer.

Kein Handlungsbedarf

Zur Erinnerung: Der Oberingenieurkreis IV des Kantons Bern und die Aare Seeland mobil AG haben zusammen das Gesamtprojekt «Aarwangen, Sanierung Bahnübergang inklusive Strassenanpassung» ausgearbeitet. Im Spätherbst 2015 wurde die Haltestelle Schloss erneuert und der Bahnübergang Eyhalde mit einer Schrankenanlage gesichert.

Danach wurde die Strasse verbreitert und die Fussgängerquerung baulich mit einer Fussgängerschutzinsel gesichert. «Dies ermöglicht den Fussgängern, die Jurastrasse sicher zu queren. Gleichzeitig ist es für die links abbiegenden Velofahrer und Fahrzeuge möglich, sich auf dem Mehrzweckstreifen geschützt aufzustellen», sagt Daniel Zoller vom kantonalen Tiefbauamt.

Zudem wurde der Strassen­belag zwischen der bestehenden Aarebrücke und dem Bahnübergang ersetzt. Die Trottoirüberfahrt sei auch für eine bessere Sicherheit der Schulkinder erstellt worden. «Sie entspricht den schweizerischen Normen», betont Zoller.

Probleme sind vorhanden

Ein Augenschein vor Ort bestätigt allerdings die Aussage der beiden Anwohner. Von Aarwangen kommend, donnern Autos und vor allem die Lastwagen in einem hohen Tempo die Strasse runter. Um die herannahenden Fahrzeuge zu sehen, muss man über das Trottoir fahren, wenn Fussgänger kommen, wieder zurücksetzen.

«Ich bin überhaupt nicht gegen ein Trottoir, und die Lärmschutzwand finde ich eine gute Sache», betont Ueli Spring. «Aber in diesem Fall braucht es zusätzliche Massnahmen.» Anders tönt es vonseiten des Kantons. «Wir sehen keinen Anlass, etwas an der Anlage zu ändern», sagt Daniel Zoller.

Nochmals überprüfen

Gemeindepräsident Kurt Bläuenstein (FDP) kennt das Problem, wurde es doch bereits mehrmals an ihn herangetragen. «Ich werde die Situation mit dem Strasseninspektorat nochmals anschauen», versprach er an der vergangenen Gemeindeversammlung und bestätigt dies auf Anfrage.

Er kennt die von Ueli Rohrbach vorgeschlagene Version mit dem roten Belag und hat sich kundig gemacht. Dieser werde nur als Radstreifen eingebaut, hat er erfahren. Bläuenstein will jedoch prüfen, ob man nicht doch einen Spiegel montieren könnte. Allerdings wird er damit kaum auf offene Ohren stossen. Denn laut Projektleiter Daniel Zoller wurde die Lärmschutzwand ausserhalb des nötigen Sichtfeldes erstellt. Er sagt: «Die Montage eines Verkehrsspiegels ist deshalb nicht nötig.»

(Langenthaler Tagblatt)

Erstellt: 14.11.2017, 14:32 Uhr

Ueli Spring, Betroffener.

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