Bleienbach

Es besteht ein hohes Fluchtrisiko

BleienbachWeil er an einem Raub in einem Restaurant in Bleienbach beteiligt gewesen sein soll, sitzt ein Mann in Untersuchungshaft. Damit war der Angeklagte aber nicht einverstanden.

Eine Bande brach am 12. April 2016 ins Rössli in Bleienbach ein und raubte den Wirt aus.

Eine Bande brach am 12. April 2016 ins Rössli in Bleienbach ein und raubte den Wirt aus. Bild: Fotolia

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Es geschah an diesem 12. April im letzten Jahr: Eine siebenköpfige Bande öffnete im Erdgeschoss des Restaurants Rössli in Bleienbach gewaltsam ein Fenster und gelangte ins Innere des Ge­bäudes. Die Täter fesselten den Wirt an einen Stuhl und zwangen ihn, den Tresorschlüssel herauszurücken. Auf ihrem Raubzug erbeuteten sie so Bargeld im Wert von 11'000 Franken, wie aus dem Bericht des Bundesgerichts zu entnehmen ist.

Die Tatverdächtigen sind mittlerweile gefasst. Einer wurde zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt, ein anderer sitzt noch in Untersuchungshaft. Dieser Mann hat dagegen nun Beschwerde eingereicht. Respektive gegen die erneute Verlängerung der Untersuchungshaft bis zum 30. November. Das Obergericht wies die Beschwerde ab, also zog der Tatverdächtige sein Anliegen bis ans Bundesgericht weiter. Doch auch hier: Seine Forderung wird abgelehnt.

Keine hiesigen Kontakte

In der Begründung des Bundesgerichts heisst es nämlich: Der Beschwerdeführer könne nicht vorzeitig aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Denn seine Lebensverhältnisse würden für eine «ausgeprägte Fluchtgefahr» sprechen.

Laut Vorinstanz habe sich der Beschuldigte seit 2013 mehrheitlich in Albanien aufgehalten. ­Weder gehe er in der Schweiz einer Arbeit nach, noch verfüge er über eine Aufenthaltsbewilligung. Ausser einer Freundin, bei der er während seines Aufenthalts wohnen könne, pflege er keinerlei Kontakte in der Schweiz. Dagegen habe er in Albanien zwei Kinder, mit denen er regelmässig telefoniere.

Etliche Delikte

Auch den Vorwurf einer Überhaft liess das Gericht nicht gelten. Dem Angeklagten werden neben bandenmässigem Raub, Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Fälschung von Ausweisen noch weitere Delikte angelastet. Vor diesem Hin­tergrund übersteige die bis zum 30. November andauernde Untersuchungshaft von 18 Monaten die Dauer der zu erwartenden Freiheitsstrafe noch nicht.

Für den Beschwerdeführer gab es einen Teilerfolg: Er ersuchte darum, dass sein Prozess unentgeltlich geführt wird und er darüber hinaus Rechtsbeistand erhält. Das Bundesgericht befand, dass die gesetzlichen Grundlagen dafür erfüllt sind. Der Angeklagte erhält einen Rechtsanwalt. Weiter werden keine Gerichtskosten erhoben. (jpw)

Erstellt: 05.11.2017, 18:01 Uhr

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