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Neues Versicherten-Modell zieht noch nicht

Zuerst zum Hausarzt, erst danach zum Spezialisten oder ins Regionalspital.

Überwältigend war das Echo bisher nicht: Rund 300 Personen aus dem oberen Emmental lies-sen sich bei der Helsana über das «Jass»-Modell versichern. «Jass» steht für integrierte ambulante und stationäre Spitalbehandlung im oberen Emmental. Wer dieses Modell wählt, kann Prämien sparen. Dafür verpflichtet er oder sie sich, im Krankheitsfall zuerst den Hausarzt aufzusuchen. Sollte eine Behandlung im Spital nötig werden, entscheidet der Arzt, ob der Patient einem Spezialisten zu überweisen ist oder im Regionalspital Emmental in Langnau behandelt werden kann. Als das Ärztenetzwerk Oberemmental mit 18 Hausärzten aus dem Amt Signau und deren 3 aus dem Amt Trachselwald den Vertrag mit der Helsana abschloss, hatte es nicht nur die Auslastung des Spitals in Langnau im Auge. Die beteiligten Ärzte wollten auch zu einer «effizienten und gleichzeitig kostengünstigen» Gesundheitsversorgung beitragen. Im Grunde nichts Neues Mit dem Modell soll gefördert werden, was die Oberemmentaler laut dem Langnauer Arzt und Netzwerkpräsidenten Markus Bieri ohnehin schon praktizieren. Seit je würden sie zuerst den Hausarzt und das «Hausspital» aufsuchen. Deshalb würden die Oberemmentaler für stationäre Spitalbehandlungen auch rund 20 Prozent weniger Kosten verursachen als der Durchschnittsberner, wie die Emmentaler Gesundheitsstatistik zeigte. Nach einem Jahr mit dem neuen Modell kann Markus Bieri noch keine Angaben dazu machen, ob sich mehr Oberemmentaler an das lokale Spital binden liessen. «300 Versicherte reichen nicht für eine Auswertung», erklärt Bieri. Zudem handle es sich bei 100 der «Jass»-Versicherten um Kinder. Bieri hofft, dass das Projekt in absehbarer Zeit neuen Schub bekommt. Denn für das Jahr 2010 hätten auch die Visana und die Groupe Mutuel mit den Oberemmentaler Ärzten Verträge unterzeichnet, zudem seien Gespräche mit der KPT und der Swica im Gang. Bieri ist zuversichtlich, dass ab nächstem Jahr «500 bis 1000 Versicherte» bei dem neuen Modell mitmachen werden. Susanne Graf>

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