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Neue Runde im Schulstreit

Im Juni wird in Worb über das Bildungsreglement abgestimmt. Die SVP hat gegen das Papier 783 Unterschriften gesammelt.

Stolz und Freude auf der einen, Erstaunen und Enttäuschung auf der anderen Seite: Die Reaktionen auf die Unterschriftensammlung der SVP könnten verschiedener nicht sein. SVP-Parteipräsident Martin Wälti zeigt sich erfreut darüber, dass seine Partei «ohne grossen Aufwand» über die Feiertage 783 Unterschriften gegen das neue Bildungsreglement der Gemeinde Worb gesammelt hat. «Keine Schliessung» Gemeindepräsident Niklaus Gfeller (EVP) ist seinerseits überrascht über die hohe Anzahl Unterschriften. «Es steht keine Schulschliessung zur Debatte», erklärt Gfeller. Es sei bedauerlich, dass die SVP alleine wegen der Höhe der verlangten Schülerzahlen das gesamte Regelwerk in Frage stelle. Die SVP verlangt, dass die Gemeinde Klassen erst schliesst, wenn die Schülerzahl unter zwölf Kinder sinkt. Das neue Bildungsreglement sieht vor, Klassen bereits mit weniger als fünfzehn Kindern dichtzumachen. Die SVP hat das Referendum ergriffen, weil sie mit ihren Abänderungsanträgen im Ortsparlament nicht durchdrang. Die Volksabstimmung über das Bildungsreglement ist im Juni geplant. Heikles Thema Wie delikat das Thema Aussenschulen ist, weiss der Worber Gemeinderat aus eigener Erfahrung. Als Reaktion auf die SVP-Unterschriftensammlung informierte er über die Zukunft der Klassen in Enggistein, Richigen und Vielbringen (wir berichteten). Eine Klassenschliessung sei zurzeit «kein Thema», betonte der Gemeinderat. Abfuhr für Gemeinderat Die Aussenschulen sind in Worb ein Dauerbrenner und bewegen seit Anfang 2006 die Gemüter. Wegen sinkender Schülerzahlen erarbeitete der damalige Gemeinderat eine Abstimmungsvorlage. Diese sah vor, auf August 2008 sämtliche Aussenschulen zu schliessen. Das Begehren wurde jedoch an der Urne deutlich abgelehnt. Der Abstimmungskampf wurde damals von Vertretern der Aussenbezirke engagiert geführt. Die Mehrheit der Leute protestierte gegen die Schliessungen der Schulen in Enggistein, Richigen, Wattenwil, Bangerten und Vielbringen. Trotzdem liess der Kanton einzelne Klassen schliessen. Christian Liechti >

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