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Mutter als Zuhälterin

ZürichIhre eigene 17-jährige Tochter hat eine Frau in die Prostitution gezwungen. Von der Gesamtstrafe von 3 Jahren hat sie 18 Monate abzusitzen, 18 Monate werden ihr bedingt erlassen.

Die Gesamtstrafe hatte das Bezirksgericht Winterthur im vergangenen Jahr festgelegt. Vor dem Zürcher Obergericht ging es gestern nun einzig noch darum, wieviel von den 36 Monaten die Frau abzusitzen hat und wieviel bedingt ausgesprochen wird. Das Bezirksgericht hatte den zu vollziehenden Anteil auf 15 Monate festgelegt. Die Staatsanwaltschaft verlangte eine Erhöhung auf 18 Monate, die Verteidigung plädierte auf 12 Monate. In diesem Fall wäre eine Halbgefangenschaft möglich gewesen. Das Obergericht folgte dem Antrag des Staatsanwalts. Die Winterthurerin hatte ihre damals 17-jährige Tochter unter anderem in Zeitungsinseraten zu Sex-Diensten angeboten. Manchmal musste das Mädchen die Freier zusammen mit der Mutter bedienen. Jahrelang hatte die heute 26-jährige Tochter keine Chance, sich zu weigern. Den Verdienst musste sie zum Teil der Mutter abgeben. Im Februar 2010 zeigte sie die Mutter an. Die junge Frau stand laut Anklage unter grossem Druck der Mutter und deren Ehemann. Sie wurde geschlagen und massiv beleidigt. Zudem drohten die beiden ihr an, sie auf die Strasse zu stellen oder in eine psychiatrische Klinik zu bringen, sollte sie nicht parieren.sda>

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