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Mit Kampfsport zur Ruhe

InterlakenDer Grossmeister W.K.Hong hat in Interlaken Prüfungen der Kampfkunst Koong Joong Hap-Ki-Do abgenommen. Bei dieser Gelegenheit haben der Leiter Felix Keller und seine Gruppe diese koreanische Sportart vorgestellt.

Swiss Koong Joong Hap-Ki-Do, eine der weltweit umfassendsten Kampfkünste, findet dank Grossmeister Hong auf dem Bödeli immer mehr Anhänger. W.K.Hong, als neunter Dan-Träger einer der höchsten Techniker weltweit, betreibt an der Marktgasse in Interlaken sein Mr.Hong Take-away. Vor zehn Jahren hat dort der Böniger Felix Keller als Kunde Bekanntschaft mit dem südkoreanischen Grossmeister gemacht. «Die fernöstlichen Kampfkünste Hap-Ki-Do haben mich fasziniert und nie mehr losgelassen. Während zweier Jahre hat mich Hong im Innenhof seines Geschäftes gedrillt. Ich musste unzählige Liegestütze machen und stundenlang Positionen einnehmen», erinnert sich Keller an seine Anfangszeiten zurück. Er habe Hong nach zwei Jahren gefragt, ob er jetzt sein Schüler sein dürfe. Dieser stimmte zu, und so durfte Keller Hong fortan Meister nennen. Der gelernte Landschaftsgärtner hat mittlerweile viele Prüfungen bestanden und trägt nun den halbschwarzen Gurt (1.Gup). Er ist somit höchster Schweizer Koong-Joong-Hap-Ki-Do-Techniker. Im Februar vor einem Jahr wurde der Verein gegründet. Mittlerweile trainieren im Dojang Berna an der Bernstrasse 12 in Interlaken gegen 20 Personen. Ein Dutzend der regelmässig Trainierenden machte bei Grossmeister Hong die Prüfung. Das Hap-Ki-Do sei ein ideales Anti-Aggression-Training. Felix Keller, der jetzt Betreuer von verhaltensauffälligen Jugendlichen ist, empfiehlt seinen Schutzbefohlenen, Hap-Ki-Do zu machen. So hat auch der 24-jährige Rafael Fernandez zum Hap-Ki-Do gefunden. «Ich habe bewegte Zeiten hinter mir. Früher habe ich alles angefangen und nichts durchgezogen. Das Hap-Ki-Do hat mein Leben gefestigt», freut sich der Mann, der nun den grünen Gurt trägt. Hap-Ki-Do vermittle Selbstvertrauen, Sicherheit und Grundwerte wie Respekt, so Fernandez. Auch die Interlakner Eddy Boroiu und Laurent Januzaj finden, dass diese vielseitige Kampfkunst viel gibt und eine Philosophie beinhaltet. «Es geht alleine um die Kunst und Philosophie, Wettkämpfe gibt es in dieser Sportart nicht. Das wäre viel zu gefährlich», sagt Eddy Boroiu, der das Kindertraining im Dojang Berna leitet. Die drei Sportler trainieren nebst dem offiziellen Training im Dojang Berna täglich ebenfalls daheim. Das Hap-Ki-Do, was so viel wie harmonischen Weg bedeutet, hat die drei Kämpfer auf einen harmonischen Weg geführt. Felix Keller berichtet, dass enger Kontakt mit einer Hap-Ki-Do-Schule im englischen Norwich bestehe. Von dort kommen regelmässig Dan-Träger nach Interlaken, um zu unterrichten. Bis Keller das Grading (den Dan) schafft, gibt es in der Schweiz in der Stilrichtung Koong Joong noch keine Dan-Träger. Seine Töchter Anita und Melissa hätten die Prüfung bei Grossmeister Hong bestanden, freut sich der sechsfache Familienvater. Peter Russenbergerwww.hap-ki-do.ch>

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