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Minarett beschäftigt Jugend

Die Minarett-Initiative

Ein illustres Quartett führte auf Einladung des Jugendparlaments Oberaargau am Montagabend im Bowlingcenter Bösiger in Langenthal eine engagierte Diskussion über die Minarett-Initiative. Auf der Seite der Gegner die Jungsozialistin Priska Grütter, für welche die Initiative mehr Probleme schafft statt löst, und der parteilose Gymnasiallehrer Marco Schell. Die Initiative gefährdet für ihn die Menschenrechte und das Ansehen der Schweiz. Für die Initiative referierten die SVP-Frau Andrea Pieren, für welche die Glaubens-freiheit durch ein Minarettverbot nicht beeinträchtigt wird, und der Langenthaler Stadtparlamentarier Patrick Freudiger von der jungen SVP. Für ihn sind Minarette Symbole der Integrationsverweigerung. Warnung vor der Scharia Als Dompteur zwischen den Parteien dirigierte Lukas Felber die mit Herzblut geführte Diskussion, während das Publikum den Kontrahenten mit roten und grünen Karten Ablehnung und Sympathie signalisierten. Gemäss den Befürwortern geht es mit der Initiative darum, der schleichenden Islamisierung den Riegel zu schieben, solange dies noch möglich ist. Würden die Minarette oppositionslos durchgewunken, werde der Muezzin später nicht mehr zu verhindern sein. Als eine in der Ferne liegende Gefahr befürchten die Befürworter die Entstehung einer islamischen Parallelgesellschaft, in der das Recht der Scharia gelten wird. Solche Tendenzen sind für sie klar zu erkennen. Als Beispiel führte Freudiger hier Grossbritannien an, wo unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit schon 7000 solcher Urteile gefällt worden seien. Kritik an Schwarzmalerei Priska Grütter warnte davor, allzu schwarz zu malen. Dank dem Rechtsstaat als verbindliche Norm, würden solche Exzesse zu verhindern sein. Es gehe darum, vorwärts zu blicken. Bei der laufenden Diskussion fühle sie sich an die Zeit erinnert, als es Reformierten nicht erlaubt war, in katholisch regierten Kantonen Kirchen zu bauen. Hanspeter Flückiger >

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