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Miliz arbeitet professionell

Der Freiburgische Feuerwehrverband zählt 6500 Mitglieder: Vor 100 Jahren hat alles seinen Anfang

Grossbränden machtlos gegenüberstehen, das gehört wohl der Vergangenheit an. Heute ist die Feuerwehr eine Hightechmannschaft auf professionellem Niveau, wie Pierre Ecoffey, Direktor der Kantonalen Gebäudeversicherung KGV , vor den Medien sagte. Vor 100 Jahren war es anders. Das Buch zur Geschichte des Feuerwehrverbandes erzählt von den Anfängen, als sich im März 1910 14 Feuerwehrkommandanten trafen, um über die Gründung eines Verbandes nachzudenken. Das Buch berichtet aber auch über Brände der Vergangenheit. An einige mag man sich noch erinnern: An Ostern 1990 brannte die Cremo, 2003 die Gypsera im Schwarsee, 2007 die Burgstatthäuser in Kerzers. Längst vergessen ist wohl der Brand des Bürgerspitals im Jahre 1937 oder jener in Schwarzsee, als 1910 das «Alte Schwarzseebad» niederbrannte. 300 Frauen im Korps Nächstes Jahr will der Freiburgische Feuerwehrverband das 100-Jahr-Jubiläum feiern – ein Fest auch für die KGV. Denn sie ist Partnerin der Feuerwehr und für den Einsatz verantwortlich: Im Kanton gibts 111 lokale Feuerwehrkorps und 7 Stützpunkte. Rund 6200 Feuerwehrmänner und rund 300 Frauen sind einsatzbereit. Dass es heute nicht mehr so einfach ist, Leute zu rekrutieren, verhehlt der Direktor keineswegs: «Das enorme Freizeitangebot ist eine grosse Konkurrenz.» Ecoffey ist allerdings zuversichtlich. «Die Ersatzabgabe zu erhöhen, wäre eine Möglichkeit, das Amt attraktiver zu machen.» Auf die Frage, ob eine Berufsfeuerwehr die Lösung wäre, meinte Ecoffey: «Aus Kostengründen können wir uns dieses System nicht leisten.» «Feuerwehr 2010 – Frifire» ist ein Projekt, das demnächst an den Staatsrat überwiesen wird. Es umfasst die Zusammenarbeit und eine weitere Zusammenlegung von Feuerwehrkorps. Das Ziel ist klar: Nach Eingang des Alarms sollten innert 15 Minuten mindestens 8 Angehörige der Feuerwehr, davon 1 Offizier und 4 Träger von Atemschutzgeräten, am Brandort sein. Die KGV trägt massgeblich zu den Investitionen und der Finanzierung der Brandbekämpfung bei. Zurzeit beträgt dieser Beitrag knapp 13 Millionen Franken pro Jahr. Im Zeitraum von 25 Jahren hat die KGV insgesamt 251 Millionen bezahlt.il/hus •www.ffsp.ch/100 >

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