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Lysser singen für die Schweiz

Der Männerchor Steili Kressä aus Lyss buhlt mit einem absurden Heimatlied um den Einzug in den Eurovision Song Contest.

Die Schweizer schneiden am Eurovision Song Contest grundsätzlich schlecht ab. Michael von der Heide holte dieses Jahr zwei, Gunvor Guggisberg 1998 schlappe null Punkte. Als Letzte und Einzige glänzte 1988 Céline Dion mit 137 Punkten auf Rang 1. Kein Grund aber für die Eidgenossen, sich von Europa abzuwenden. Über 300 Songs stehen auf der Internetplattform des Schweizer Fernsehens (SF) zum Voting bereit. Mit dabei: der Lysser Männerchor Steili Kressä. Die zwölf Herren des 1999 gegründeten Vereins nehmen kein Blatt vor den Mund. In ihrer Eigenkomposition «Dr Brienzersee-Trumpf», mit der sie um den Einzug in den Song Contest buhlen, ist nur beim ersten Hinhören ein urchiges Heimatlied. Beim zweiten Durchlauf kommt Absurdes zu Ohren: «O Brienzersee, i dir bini ufgwachse, u dr Grossvater hei mer din versänkt», lautet beispielsweise eine Zeile. Den Videoclip haben die Lysser am Bieler- und nicht am Brienzersee aufgenommen. «Wir wollen einen Farbtupfer in diesen musikalischen Einheitsbrei bringen», sagt Felix Briner. Er ist der musikalische Leiter des Vereins Steili Kressä (die Herkunft des Namens sei Vereinsgeheimnis). Man dürfe sich am Wettbewerb nicht zu ernst nehmen. «Sonst wird diese Sache nur langweilig.»Allzu grosse Chancen malen sich die Lysser Sänger nicht aus. Briner: «Die Schweiz werden wir wohl kaum vertreten. Aber bis zur Vorausscheidung könnten wir es schaffen.» Das Voting auf der SF-Internetplattform läuft bis am 10.November. Simone Lippuner •www.eurovision.sf.tv>

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