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Lisa Urech Europas Nummer 6

An den nationalen Titelkämpfen in Lugano hat Hürdensprinterin Lisa Urech (Langnau) Gold gewonnen und ihre Bestzeit um über einen Zehntel verbessert. Weitspringerin Irene Pusterla gelang mit 6,76 Metern ein Schweizer Rekord.

Hürdensprinterin Lisa Urech und Weitspringerin Irene Pusterla zeigten an den nationalen Meisterschaften in Lugano für Schweizer Verhältnisse herausragende Leistungen. Die Emmentalerin lief mit 12,84 Sekunden über 100 Meter Hürden eine europäische Spitzenzeit, die Tessinerin verbesserte mit 6,76 Metern den ältesten Schweizer Leichtathletik-Rekord (bisher 6,73 Meter von Meta Antenen an der EM 1971 in Helsinki). Mit 12,84 Sekunden steigerte Urech ihre Bestzeit um über einen Zehntel. Sie nimmt im europäischen Ranking nun Position 6 ein und ist bis auf acht Hundertstel an den seit 19 Jahren von Julie Baumann gehaltenen Landesrekord herangekommen. «Ich habe gehofft, dass ich so schnell laufen kann», sagte die bald 21-Jährige. Sie habe in den letzten Wochen wieder an Sicherheit gewonnen. «Der Kopf ist für mich extrem wichtig», fügte sie hinzu. In dieser Verfassung gilt die Läuferin des SK Langnau an der Europameisterschaft in Barcelona (siehe Kasten unten) als Finalkandidatin. Grosses Potenzial Noch vor zwei Monaten hatte wenig auf eine Leistungsexplosion Lisa Urechs hingewiesen; bei einem Trainingssturz hatte sie sich das linke Schlüsselbein gebrochen. Doch schon bald ging es mit der nunmehr dreifachen Schweizer Meisterin wieder steil bergauf. Am 20. Juni lief sie beim Wiedereinstieg ansprechende 13,16, eine Woche später steigerte sich die in Bern und Stuttgart trainierende Läuferin auf 13,06 und kurz darauf durchbrach sie mit 12,96 die 13-Sekunden-Schallmauer, die sie ursprünglich als Saisonziel deklariert hatte. Lisa Urech gilt seit einiger Zeit als Zukunftshoffnung und wird entsprechend gefördert, auch im Hinblick auf die EM 2014 in Zürich. Seit 2008 figuriert sie in den World Class Potentials. Sie ist derzeit die einzige Vertreterin einer Bahndisziplin, die in absehbarer Zeit international Fuss fassen könnte. «In Barcelona will ich meine Leistung bestätigen, dann kommt es gut», erklärte sie zuversichtlich. Pusterla als Finalkandidatin Der Exploit Irene Pusterlas kam mit Ankündigung. Die 22-Jährige übertraf zunächst mit 6,56 Metern die EM-Limite um den einen Zentimeter, der ihr vor Lugano noch gefehlt hatte. Danach hievte sie sich 6,76 Metern in der europäischen Saisonbestenliste auf Rang 11. Die Finalteilnahme an den kontinentalen Titelkämpfen in Katalonien scheint realistisch. Neben Lisa Urech blieben auch Fabienne Weyermann (Langenthal, 100 Meter), Martina Strähl (Langenthal, 5000 Meter), Christian Belz (ST Bern, 5000 Meter) und Gerardo Maurer (GG Bern, Kugelstossen) siegreich. Weyermann profitierte vom Fernbleiben Mujinga Kambundjis; die Bernerin weilt in Kanada, wo in der kommenden Woche in Moncton die U20-Weltmeisterschaften ausgetragen werden. si >

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