Zum Hauptinhalt springen

Leichter Aufwärtstrend in Thun

Das dritte Quartal des Jahres zeichnete sich durch einen leichten Aufwärtstrend der Wirtschaft in der Region Thun aus. Der Umsatz steigt wieder etwas an, es gehen mehr Aufträge ein, und es wird mit weniger Stellenabbau gerechnet.

An der vom Arbeitgeber-Verband von Thun und benachbarten Gebieten durchgeführten Konjunkturumfrage über das dritte Quartal 2009 haben sich 41 Verbandsmitglieder beteiligt, was einer gegenüber dem ersten Quartal leicht erhöhten Beteiligungsquote von 79 Prozent entspricht. Umsatz: Angaben variieren Zwar sei die Umsatzentwicklung generell nach wie vor eher rückläufig, da noch immer 54 Prozent der Befragten einen tieferen Umsatz verzeichnen als im Vorjahr, schreibt der Arbeitgeber-Verband in einer Mitteilung. Allerdings hätten im Vergleich zum ersten Quartal bereits 17 Prozent der Unternehmen einen Umsatzzuwachs angegeben, was einer Verdoppelung gegenüber der letztes Frühjahr durchgeführten Erhebung entspreche. Besonders in der Baubranche ziehe der Umsatz wieder an. Rückläufig sei er allerdings nach wie vor in der Maschinenbranche. Für das kommende Halbjahr rechnen nur mehr knapp 30 Prozent der Betriebe mit einem kleiner werdenden Umsatz, während 49 Prozent ihren Umsatz als gleich bleibend prognostizierten. Auch der Auftragseingang steigt allmählich wieder an. 51 Prozent der Befragten verzeichneten zwar im dritten Quartal noch einen Auftragsrückgang, jedoch rechnen nur noch 27 Prozent der Unternehmen mit einem rückläufigen Auftragseingang für das kommende Halbjahr. Besonders in der Baubranche wird mit einem Auftragsrückgang gerechnet, während sich die Maschinenindustrie in diesem Punkt eher etwas stabilisiert. Der Arbeitsvorrat nahm gegenüber dem ersten Quartal wieder zu. Nur noch halb so viele Befragte, mehrheitlich aus der Maschinenindustrie, stufen ihn als unbefriedigend ein, fast 37 Prozent hingegen erachten den Arbeitsvorrat als gut, immerhin 39 Prozent als befriedigend. Dies wirkt sich dementsprechend erfreulich auf die Beschäftigungsaussichten aus: Immerhin 66 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen gehen von einer Vollbeschäftigung in den nächsten sechs Monaten aus, nur noch 12 Prozent der Befragten rechnen mit einer unsicheren Beschäftigung. Diese Zahlen sind im Vergleich zur im ersten Quartal abgegebenen Prognose leicht besser. Keine offenen Stellen Mit einer Zunahme des Personalbestandes rechnen zwar derzeit nur 12 Prozent der befragten Betriebe, gegenüber 14 Prozent im ersten Quartal. Jedoch rechnen nur noch 22 Prozent der Unternehmen mit einem Stellenabbau. Dies sind fast 9 Prozent weniger als noch zum Zeitpunkt der letzten Befragung. Allerdings bestehen weiterhin keine offenen Stellen. Material: Höhere Kosten Dass sich die Wirtschaft allmählich zu erholen beginnt, zeigt sich auch an den Materialbeschaffungskosten: Mit 27 Prozent geben fast doppelt so viele Betriebe wie im ersten Quartal 2009 an, im Vergleich zum Vorjahr höhere Beschaffungskosten verbucht zu haben. Besonders der Bausektor war hievon betroffen. Nur noch 17 Prozent der Betriebe profitierten im dritten Quartal 2009 von geringeren Auslagen für die Materialbeschaffung. Mit den Verkaufspreisen hingegen sieht es im Vorjahresvergleich düster aus. Nur knapp 5 Prozent aller Befragten konnten im dritten Quartal 2009 einen höheren Verkaufspreis erzielen als im Vorjahr. Hingegen blieb der Verkaufspreis bei 61 Prozent der Unternehmen stabil, und nur mehr 34 Prozent mussten sich mit einem tieferen Verkaufspreis abfinden als im Vorjahr. Ein klarer Branchentrend könne in dieser Hinsicht jedoch nicht erkannt werden, schreibt der Arbeitgeber-Verband weiter. Ertragslage durchzogen Auch die Ertragslage scheint sich nur schleppend zu erholen. Zwar stufen fast 37 Prozent der Betriebe ihre Ertragslage über die vergangenen sechs Monate als genügend ein, was einer leichten Zunahme gegenüber der letzten Befragung entspricht. Jedoch haben gut 29 Prozent der Befragten ihre Ertragslage als ungenügend empfunden. Dies sind 10 Prozent mehr als noch im ersten Quartal 2009. Und auch die Prognose fällt eher verhalten aus: Weiterhin rechnen 27 Prozent der Unternehmen mit einer ungenügenden Ertragslage, gegenüber immerhin 49 Prozent mit genügender Ertragslage. Nur 24 Prozent der befragten Betriebe wagen allerdings für das kommende Halbjahr mit einer guten Ertragslage zu rechnen.pd/don >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch