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Zweitwohnungsinitiative hat laut Studie Berner Tourismus befeuert

Die Annahme der Zweitwohnungsinitiative im Jahr 2012 hat sich positiv auf den Tourismus im Kanton Bern ausgewirkt. Dies geht aus einer Studie des bernischen Amtes für Wirtschaft (beco) hervor.

Laut einer Studie hat sich die Annahme der Zweitwohnungsinitiative im März 2012 auf den Tourismus im Kanton Bern ausgewirkt. Im Bild: Mehrfamilienhäuser in Grindelwald.
Laut einer Studie hat sich die Annahme der Zweitwohnungsinitiative im März 2012 auf den Tourismus im Kanton Bern ausgewirkt. Im Bild: Mehrfamilienhäuser in Grindelwald.
Alessandro Della Bella, Keystone

Die im März 2012 angenommene Zweitwohnungsinitiative hat laut einer neuen Studie grosse Auswirkungen gehabt auf den Berner Tourismus. In den Jahren 2011 bis 2013 nahmen laut dieser Untersuchung die Gästefrequenzen um 1,5 Prozent zu.

Sogar um 5,5 Prozent stieg laut der am Montag von der Kantonsverwaltung veröffentlichten Studie die touristische Gesamtnachfrage. Das ist eine Zahl, die auch Ausgaben für und Investitionen in Ferienwohnungen berücksichtigt.

Grosse regionale Unterschiede

Der grosse Unterschied zwischen der Zunahme der Gästefrequenzen und dem Anstieg der Gesamtnachfrage gehe darauf zurück, dass durch die Zweitwohnungsinitiative eine grosse Nachfrage nach Investitionen in Ferienwohnungen entstanden sei, heisst es in der Studie. Es sei nun abzuwarten, ob es sich um ein «Strohfeuer» oder um ein nachhaltiges Wachstum handle.

Die regionalen Unterschiede bei den Zunahmen der Gästefrequenzen und der touristischen Gesamtnachfrage waren zum Teil gross. Bei den Gästefrequenzen legte die Region Interlaken am meisten zu ( 2,6 Prozent), als einzige Destination rückläufige Zahlen musste die Jungfrau-Region hinnehmen (-1,5 Prozent).

Tourismus wird immer wichtiger

Allerdings klagen die Autoren der Studie auch über mangelnde Daten und sagen, die Daten für 2011 bis 2013 seien nicht direkt mit früheren Studien vergleichbar. Bei der Gesamtnachfrage legte die Destination Gstaad-Saanenland am meisten zu ( 21,1 Prozent), am wenigsten die Region Jura-Dreiseeenland. Für den bernischen Tourismus weitaus am wichtigsten ist aber die Region Bern. Sie produziert zwei Drittel des touristischen Bruttoinlandprodukts (BIP) im Kanton.

In den Jahren 2011-2013 stieg die Bedeutung des Tourismus im Kanton: Sein Anteil am gesamten BIP des Kantons Bern stieg von 6,3 auf 6,5 Prozent. Und während sich die kantonale Gesamtbeschäftigung in diesen beiden Jahren «nur» um 1,6 Prozent erhöhte, stieg sie im Tourismus um 5,3 Prozent. In gewissen Oberländer Destinationen macht der Tourismus bis zu 50 Prozent des regionalen BIP aus - so in Gstaad und dem Saanenland.

Im Auftrag des beco

In Auftrag gab die Studie mit dem Titel «Die wirtschafliche Bedeutung des Tourismus im Kanton Bern 2011-2013» das bernische Amt für Wirtschaft beco. Erstellt hat sie die Firma Rütter Soceco AG in Rüschlikon.

SDA/sh

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