Zibelemärit ist kein Fall für die Unesco

Die Brienzer Holzschnitzerei und der Berner Zibelemärit müssen auch in Zukunft ohne Unesco-Label auskommen.

Erhält kein Unesco-Zertifikat: der Berner Zibelemärit.

Erhält kein Unesco-Zertifikat: der Berner Zibelemärit.

(Bild: Susanne Keller)

Dem Berner Zibelemärit sowie der Brienzer Holzschnitzerei wird das Unesco-Label verwehrt. Unter den acht Schweizer Traditionen, die für höhere Weihen in Frage kommen, ist kein spezifisch bernischer Brauch.

Gejodelt wird zwar auch im Kanton Bern, die Alpsaison hat hier ebenfalls einen grossen Stellenwert, genau wie das Uhrmacherhandwerk. Doch all diese Traditionen, die der Bundesrat bei der Unesco anmelden will, teilt Bern mit anderen Kantonen.

Berner Bär und Mani Matter

Unter den 167 Gebräuchen, Handwerken und sozialen Praktiken, die zur Auswahl standen, waren auch etwa der Berner Bär, das Unspunnenfest, die Berner Bauernkeramik, die Zweisprachigkeit in Biel und der Berner Troubadour Mani Matter.

Der Kanton Bern führt zusätzlich eine eigene Liste der lebendigen Traditionen. Sie hat zurzeit 75 Eintragungen und soll alle vier Jahre überarbeitet werden. Aufgeführt sind hier auch etwa das YB-Lied «Häbed nech am Bänkli», der Räbeliechtli-Umzug in Wiedlisbach und das Fleischräuchern in Grandval.

mib/sda

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