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Unia verlangt Untersuchung gegen Steuerexperten der Uni Bern

Die Gewerkschaft Unia hat die Universität Bern aufgefordert, eine Untersuchung gegen den Steuerrechtsexperten Toni Amonn einzuleiten. Amonn hat sich gegen die Abschaffung der Pauschalsteuer eingesetzt und ist Dozent an der Uni Bern.

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Dozent Toni Amonn.
Dozent Toni Amonn.
Urs Baumann

Wenn Toni Amonn in seinem angestammten Beruf als Steuerexperte auftrete und bei öffentlichen Auftritten Privates und Universitäres klar trenne, sei für die Berner Hochschule «kein Handlungsbedarf gegeben». So lässt sich der Generalsekretär der Uni Bern, Christoph Pappa, in einer Stellungnahme der Berner Hochschule zitieren.

Die Gewerkschaft Unia begründete zuvor ihre Forderung in einer Mitteilung mit öffentlichen Auftritten Amonns, dies etwa an der sogenannten «Oberländer Landsgemeinde» von August in Wimmis und in der «Arena» des Schweizer Fernsehens. Mit solchen Auftritten zugunsten des Erhalts der Pauschalbesteuerung trenne er Privates und Geschäftliches nicht.

Amonn sei nämlich nicht nur Dozent an der Uni, sondern auch Verwaltungsratsmitglied und Mitbegründer der Firma Relocation Switzerland. Dieses Unternehmen bietet Firmen, die in die Schweiz ziehen wollen, Beratungen an. Damit verteidige Amonn im Abstimmungskampf auch eigene Interessen, findet die Unia. Verlöre Amonn doch Klienten, würde die Pauschalbesteuerung abgeschafft.

Am 23. September stimmt das Bernervolk über die Pauschalbesteuerung reicher Ausländer ab. Dem Volk wird eine Initiative zur Abschaffung dieser Steuer vorgelegt, aber auch ein Gegenvorschlag, der eine Verschärfung vorsieht. Amonn hat an der Uni Bern einen Lehrauftrag von lediglich zwei Wochenstunden und keine dauernde Anstellung.

(SDA)

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