Tiefste Arbeitslosigkeit seit zehn Jahren im Kanton Bern

Im vergangenen Jahr ist die Arbeitslosenquote im Kanton Bern auf 1,9 Prozent gesunken. Das ist der tiefste Stand seit zehn Jahren.

Der wirtschaftliche Aufschwung im Euroraum und der günstige Wechselkurs CHF/Euro waren laug beco die wesentlichen Gründe für die erfreulichen Entwicklungen auf dem Berner Arbeitsmarkt 2018.

Der wirtschaftliche Aufschwung im Euroraum und der günstige Wechselkurs CHF/Euro waren laug beco die wesentlichen Gründe für die erfreulichen Entwicklungen auf dem Berner Arbeitsmarkt 2018.

(Bild: Martin Ruetschi)

Die Arbeitslosenquote ist im Kanton Bern im Jahr 2018 von 2,6 auf 1,9 Prozent gesunken. Damit befinden sich die Arbeitslosenzahlen auf dem tiefsten Stand seit zehn Jahren. Dies geht aus einem Bericht zum Arbeitsmarkt 2018 hervor, den das Wirtschaftsamt beco am Montag veröffentlichte.

Die Arbeitslosenquote sank in allen zehn Verwaltungskreisen des Kantons Berns gegenüber dem Vorjahr deutlich. Am stärksten war der Rückgang im Verwaltungskreis Biel/Bienne, wo die Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent auf 3,0 Prozent zurückging.

Die Zahl der Arbeitslosen Bernerinnen und Berner ist im Vergleich zum Vorjahr um 2513 Personen abgefallen. Grund für die tiefere Arbeitslosigkeit ist die gute Konjunkturlage. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat nach Schätzungen von BAK Economics 2018 in der Schweiz um 2,6 Prozent und im Kanton Bern um 1,6 Prozent zugenommen.

Aufschwung im Euroraum und günstiger Wechselkurs

Mitverantwortlich für die erfreulichen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt 2018 waren der wirtschaftliche Aufschwung im Euroraum und der günstige Wechselkurs CHF/Euro, teilte die beco mit. Die Exportwirtschaft verzeichnete dadurch höhere Kapazitätsauslastungen und steigende Margen. Die Beschäftigung stieg sowohl im Industrie- als auch im Dienstleistungssektor an.

Die Gesuche um Kurzarbeit im Kanton Bern haben im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgenommen. Die Anzahl kurzfristiger meldepflichtiger Arbeitseinsätze von ausländischen Erwerbstätigen lag mit rund 21'000 über dem Vorjahresniveau.

Im letzten Jahr klärte der Kanton Bern 1506 Fälle von vermuteter Schwarzarbeit und Verstössen gegen das Entsendegesetz ab. Der Fachbereich Arbeitsmarktaufsicht (AMA) des Berner Wirtschaftsamts beco hat über 700 Sanktionen nach Entsendegesetz ausgesprochen, was einem Bussenbetrag von rund 189'000 entspricht.

tag/sda

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