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Tiefere Zeitguthaben-Limite für Berner Beamte

Neu dürfen Berner Kantonsangestellte nur noch 50 statt 125 Ferientage als Zeitguthaben anhäufen. Zudem kann unvermeidbare Mehrarbeit nun auch ausbezahlt werden.

jam
Seit 2007 können Kantonsangestellte nicht bezogene Ferientage auf ein Langzeitkonto übertragen. Eingelöst werden kann die Zeitgutschrift zum Beispiel für Sabbaticals, vorübergehende Pensumsreduktionen oder gleitende Pensionierungslösungen.
Seit 2007 können Kantonsangestellte nicht bezogene Ferientage auf ein Langzeitkonto übertragen. Eingelöst werden kann die Zeitgutschrift zum Beispiel für Sabbaticals, vorübergehende Pensumsreduktionen oder gleitende Pensionierungslösungen.
Andreas Blatter

Berner Kantonsangestellte dürfen ab 2016 nur noch 50 Ferientage auf ihr Langzeitkonto übertragen. Das hat der Berner Regierungsrat entschieden, wie er am Donnerstag mitteilte. Heute sind es maximal 125 Tage.

Fast 160 Millionen Franken Rückstellung

Mit der Neuerung reagiert der Regierungsrat auf die in den letzten Jahren stetig gestiegenen Zeitguthaben. Denn dadurch ist der Kanton zu hohen Rückstellungen gezwungen. Diese beliefen sich Ende 2013 auf fast 160 Millionen Franken.

Die hohen Zeitguthaben verursachen laut Regierung zudem organisatorische Probleme, wenn Mitarbeiter bereits kurz nach ihrer Kündigung oder Monate vor der Pensionierung austreten.

Sabbatical, temporäre Beschäftigungsreduzierung, gleitende Pensionierung

Schon seit 2007 haben Kantonsangestellte die Möglichkeit, nicht bezogene Ferientage auf ein Langzeitkonto zu übertragen. Das Guthaben auf dem Konto kann beispielsweise für ein Sabbatical verwendet werden, für eine vorübergehende Reduktion des Beschäftigungsgrades oder für eine gleitende Pensionierungslösung.

2013 wurde mit einem Maximum von 125 Arbeitstagen erstmals eine Limite festgesetzt. Inzwischen ist der Regierungsrat allerdings zum Schluss gekommen, dass diese Regelung zu weit geht. Sie lasse sich mit den betrieblichen Möglichkeiten nicht vereinbaren.

Neu auch Auszahlungsmöglichkeiten

Ab 2016 beträgt der Maximalwert deshalb 50 Tage. Mitarbeiter mit einem heute höheren Zeitguthaben haben vier Jahre Zeit, um den Überhang abzubauen.

Der Regierungsrat beschloss zudem, dass für unerwartet hohe Arbeitsbelastungen - etwa Unwettereinsätze oder Krankheitsfälle im Team - eine Auszahlungsmöglichkeit geschaffen wird. So müsse unvermeidbare Mehrarbeit nicht mehr dem Zeitguthaben belastet werden.

(SDA)

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