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Stiller Protest der YB-Fans gegen Rayonverbote

Die YB-Fans haben am Sonntagnachmittag während des Spiels zwischen den Young Boys Bern und Lausanne-Sport auf Choreografien, Sprechgesänge und Fahnen verzichtet.

Die YB-Fans verzichteten am Sonntag auf Fahnen und Gesänge.
Die YB-Fans verzichteten am Sonntag auf Fahnen und Gesänge.
Claudia Salzmann

Die Fans protestierten so still gegen in dieser Woche ausgesprochene Rayonverbote. Nach der Verhängung von Aufenthaltsverboten gegen «etliche langjährige und engagierte YB-Fans» könne man «nicht einfach zur Tagesordnung übergehen», heisst es in einer Mitteilung, die der Dachverband der YB-Fanclubs mit dem Namen «gäubschwarzsüchtig» am Freitag auf seine Facebook-Seite schaltete.

«Pünktlich in der Woche nach der Abstimmung über die Konkordats-Verschärfung hat die Berner Polizei zugeschlagen», schreibt «gäubschwarzsüchtig» weiter.

Einen Zusammenhang mit der Konkordatsabstimmung machte am Sonntag in einer Medienmitteilung auch das Berner JUSO-Mitglied Nora Krummen. Nun zeige der bernische Polizei- und Militärdirektor Hans-Jürg Käser «sein wahres Gesicht», schreibt sie. Noch vor der Abstimmung habe Käser eine moderate Umsetzung des Konkordats versprochen.

Laut Christoph Gnägi, Sprecher der Kantonspolizei Bern, hat die Polizei die Rayonverbote ausgesprochen. Dies gegen vier Personen im Zusammenhang mit einer Massenschlägerei von YB-Fans nach dem verlorenen Cupspiel gegen Le Mont VD im Schweizer Cup Anfang November in der Berner Altstadt. Damals griffen Fans auch die Polizei an.

Die vier Personen hätten Rayonverbote für das Stade de Suisse in Bern und die Arena Thun erhalten, sagte Gnägi. Die Massnahme habe keinen Zusammenhang mit der Abstimmung über das Hooligan-Verbot vom 9. Februar. Vielmehr seien nun einfach die Ermittlungen gegen die vier Personen abgeschlossen. Weitere Ermittlungen seien im Gang.

SDA/dln

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