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Satirealarm!

Die Berner SVP-Grossrätin Sabina Geissbühler-Strupler enervierte sich in einem Vorstoss über eine «pädagogische Katastrophe», die nie passiert ist.

Sabina Geissbühler-Strupler reichte eine Interpellation ein, die für Lacher gesorgt hat.
Sabina Geissbühler-Strupler reichte eine Interpellation ein, die für Lacher gesorgt hat.
Archiv/Susanne Keller

Was wird er gelacht haben, der zuständige Beamte, als er die Antwort auf Interpellation Nr.165-2012 formulieren durfte. Im Vorstoss enerviert sich SVP-Grossrätin Sabina Geissbühler-Strupler über eine «pädagogische Katastrophe»: den «Individuellen Fächerkanon», kurz IFÄ, wonach sich Schulkinder ihren Stundenplan à la carte zusammenstellen können.

«Die vorliegende Interpretation stellt einen Sonderfall dar», hob der Beamte unverdächtig an, erleichterte sich kurzfristig mit einem rasch anflutenden Lacher, fuhr fort: «da ihr Gegenstand – das Projekt IFÄ –», ergab sich einem längeren Lachanfall und vollendete: «gar nicht existiert.»

Geissbühler-Strupler , die Vorkämpferin gegen neumodischen Pädagogikblödsinn, war einem satirischen Beitrag im Heft des Lehrerverbands auf den Leim gegangen. Doch weil es ja nichts gibt, das es nicht gibt, und Satire gerne ein Mysterium ist, schloss der Beamte: Dass ein solcher IFÄ jemals einen «staatlich legitimierten» Lehrplan ersetze, sei «völlig undenkbar».

(BZ)

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