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Sabrina, 14-jährig, Polizist

Gibt es ein Ja zum Polizeigesetz, dürfte die Polizei künftig verdeckt etwa gegen Pädophile ermitteln. Und zwar, bevor eine Straftat verübt wird.

Die Kriminalität verschiebt sich immer mehr ins Internet. Deshalb fordert die Polizei mehr Ermittlungskompetenzen. Foto: Valerie Chatelat, Montage: Berner Zeitung
Die Kriminalität verschiebt sich immer mehr ins Internet. Deshalb fordert die Polizei mehr Ermittlungskompetenzen. Foto: Valerie Chatelat, Montage: Berner Zeitung

«Hey Sabrina, dörf ich es bits zu dir in Chat cho? Wie alt und vo wo bisch denn du?» Zehn Minuten später: «Ich sueche eigentlich Sex.»

Sabrina ist 14-jährig. Der oben stehende Dialog fand tatsächlich statt und würde so manchen Vater oder so manche Mutter vor Schreck und Sorge erstarren lassen, wenn sie so einen Chat auf dem Mobiltelefon ihrer minderjährigen Tochter entdecken würde. Nach heute geltendem Polizeigesetz könnte die Kantonspolizei Bern jedoch nicht viel ausrichten, wenn man ihr diesen Chatverlauf vorlegt. Denn in solchen Fällen hilft oft nur eines, um dem Täter auf die Schliche zu kommen und seine Identität herauszufinden: eine verdeckte Fahndung, bei der ein Polizist unter einem falschen Pseudonym Kontakt zum vermeintlichen Pädophilen aufnimmt.

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