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Pulver: Schüler nicht schuldig an geplatztem Brabeck-Auftritt

Der Auftritt von Nestlé-Präsident Peter Brabeck an der Pädagogischen Hochschule Bern wurde nicht durch kritische Studenten verhindert, sondern durch offenbar bedrohlich wirkende Protest- Aufrufe im Internet.

Der Auftritt von Nestlé-Chef Brabeck Peter Brabeck in Bern wurde abgesagt.
Der Auftritt von Nestlé-Chef Brabeck Peter Brabeck in Bern wurde abgesagt.
Keystone

Das machte Erziehungsdirektor Bernhard Pulver am Dienstag in der Fragestunde des Grossen Rates deutlich. Die PH Bern hatte Mitte Oktober einen Vortrag von Brabeck kurzfristig abgesagt.

Dozenten und Studierende hatten sich zuvor kritisch über den Anlass geäussert. Das erweckte in der Öffentlichkeit den Eindruck, die Leitung der PH Bern kapituliere vor internem Widerstand. Grossrat Lars Guggisberg (SVP/Kirchlindach) verwendete in seiner Anfrage das Wort «Gesinnungsterror».

Der Rektor der Schule hatte damals erklärt, die Rahmenbedingungen für den Anlass hätten sich geändert. Die nötigen Begleitmassnahmen wären unverhältnismässig gewesen.

Protestveranstaltung war der Grund

Regierungsrat Pulver bestätigte diese Angaben im Grossen Rat. Aus seinen Ausführungen lässt sich überdies schliessen, dass es die geplante Protestveranstaltung der Organisation Attac war, die den Anlass zu Fall brachte. Die Sicherheitskosten wären nach Einschätzung der Schule demnach zu hoch gewesen.

Dass es schulintern unterschiedliche Meinungen zum geplanten Brabeck-Auftritt gegeben habe, sei im übrigen kein Problem, stellte Pulver klar - ganz im Gegenteil: Das zeige, dass an der PH die von der SVP georderte «ausgewogene Informationskultur» tatsächlich existiere und dass für Dozenten wie Schüler die Meinungsäusserungsfreiheit gelte.

SDA/tan

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