Parlament macht Druck für Verkauf des ehemaligen Jugendheims Prêles

Die kantonseigenen Liegenschaften des ehemaligen Jugendheims Prêles auf dem Tessenberg sollen möglichst verkauft werden. Diesen Prüfauftrag hat der Berner Grosse Rat am Dienstag der Regierung erteilt.

Geht es nach dem Grossen Rat, wird das ehemalige Jugendheim Prêles verkauft.

Geht es nach dem Grossen Rat, wird das ehemalige Jugendheim Prêles verkauft.

(Bild: Enrique Muñoz García)

Das Kantonsparlament nahm einen Vorstoss von Fritz Wyss (SVP/Wengi) in der unverbindlichen Form des Postulats fast einstimmig an. Eine weitere BDP-Motion, die einen Verkauf im Baurecht innerhalb von maximal drei Jahren verlange, lehnte der Rat mit 126 zu 13 Stimmen klar ab.

Baudirektor Christoph Neuhaus (SVP) zeigte im Rat «grosses Verständnis» für die Ungeduld der Motionäre. Die Regierung wolle eine dauerhafte Lösung für den Gebäudekomplex. Falls es keine kantonsinterne Lösung gebe, sollen die leerstehenden Liegenschaften verkauft werden. Dies brauche aber Zeit, betonte Neuhaus, und ein schneller Verkauf «würde den Verkaufspreis drücken».

Inzwischen hat die Sicherheitskommission des Grossen Rates (SiK) das ehemalige Jugendheim als Standort für eine Justizvollzugsanstalt ins Gespräch gebracht. Entsprechende Anträge werden am (morgigen) Mittwoch im Rat bei der Beratung des Masterplans zur Justizvollzugsstrategie des Kantons Bern diskutiert.

Auf dem Tessenberg betrieb der Kanton bis 2016 ein Jugendheim. Danach wollte der Regierungsrat die Liegenschaften als Rückkehrzentrum für abgewiesene Asylsuchende nutzen. Doch diese Pläne durchkreuzte der Grosse Rat in der vergangenen März-Session.

chh/sda

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