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Lehrstellenmarkt entspannt – Probleme für schlechte Schüler

Im Kanton Bern hat sich die Lage auf dem Lehrstellenmarkt weiter verbessert. Das zeigt die jährliche Umfrage bei den Lehrkräften aller Abschlussklassen.

Nur jeder 20. Schulabgänger weiss noch nicht, wie seine schulische oder berufliche Zukunft aussieht.
Nur jeder 20. Schulabgänger weiss noch nicht, wie seine schulische oder berufliche Zukunft aussieht.

Erfasst wurden insgesamt 12'166 Schülerinnen und Schüler, wie die bernische Erziehungsdirektion am Freitag mitteilte. Der Anteil der Jugendlichen ohne Anschlusslösung ging gegenüber dem Vorjahr nochmals zurück, diesmal von 6,9 auf noch 5,6 Prozent.

Laut Erziehungsdirektion tragen oft mehrere Faktoren dazu bei, dass ein Schulabgänger vor einer unklaren Zukunft steht. Fehlende Motivation, schlechte schulische Leistungen und mangelhaftes Sozialverhalten sind mögliche Gründe, aber auch sprachliche Handicaps und der Migrationshintergrund.

956 offene Lehrstellen

Viele Jugendliche ohne Anschlusslösung kümmerten sich nicht aktiv genug um ihre Berufswahl, oder sie seien auf einen zu hoch gesteckten Berufswunsch fixiert. Nicht selten mangle es auch an der tatkräftigen Unterstützung durch die Eltern.

Im Juni waren insgesamt noch 680 Jugendliche ohne Anschlusslösung. Die Erziehungsdirektion geht davon aus, dass einige von ihnen noch eine passende Stelle finden können. In der kantonalen Datenbank finden sich derzeit 956 offene Lehrstellen.

Die Chance auf eine gute berufliche oder schulische Lösung haben laut Erziehungsdirektion auch schwächere Schüler. Von grosser Bedeutung sei bei ihnen aber eine professionelle Begleitung. Eine wichtige Rolle spielten die Lehrer, die Berufsberater und die so genannten Case Manager, die in allen Regionen des Kantons Jugendliche auf ihrem Weg ins Berufsleben unterstützen.

Für 19 von 20 Schulabgängern ist die nahe Zukunft klar. Am beliebtesten ist nach wie vor die Berufslehre; dafür haben sich knapp 50 Prozent entschieden. Auf den nächsten Platzen folgen das Gymnasium (gut 20 Prozent) und das Berufsvorbereitende Schuljahr (15 Prozent).

SDA/js

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