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Kosmetika, Medikamente und Putzmittel als Übeltäter

10 bis 14 der 63 Abwasserreinigungsanlagen im Kanton Bern werden bis 2035 so aufgerüstet, dass sie Medikamentenrückstände und andere Giftstoffe aus dem Wasser filtern können.

Der Ellbogen schmerzt. Die Tube Voltaren ist rasch zur Hand. Doch wer sich die Salbe einreibt, tut den Lebewesen in Gewässern damit alles andere als einen Gefallen. Sie enthält Diclofenac. Der vielfach eingesetzte Wirkstoff hilft zwar gegen Schmerzen und Entzündungen. In der Abwasserreinigungsanlage (ARA) jedoch baut sich Diclofenac nicht genügend ab. Kommt es in Flüsse und Seen, hat es dort einen negativen Einfluss auf die biochemischen Prozesse – wie viele andere Stoffe auch, die heute noch ungehindert in die Gewässer fliessen.

Nun hat der Bund diesen Mikroverunreinigungen den Kampf angesagt.Medikamentenrückstände, aber auch Stoffe aus Körperpflegeprodukten, Putz- oder Pflanzenschutzmitteln sollen aus dem Abwasser entfernt werden. In den nächsten 20 Jahren sollen rund 100 der 700 ARA in der Schweiz aufgerüstet werden. Die eidgenössischen Räte haben dafür im Frühling das Gewässerschutzgesetz angepasst.

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