Kommission gegen Neubau einer Inforama-Halle in Ins

Ins

Beim landwirtschaftlichen Bildungszentrum Inforama in Ins sollten Teile für gut eine Million Franken saniert werden. Dies erscheint der vorberatenden Kommission des bernischen Grossen Rats zu viel.

Das Inforama Rütti in Zollikofen.

Das Inforama Rütti in Zollikofen.

(Bild: Manuel Friedrich)

Das Projekt einer neuen Lagerhalle für einen Bauernbetrieb und das landwirtschaftliche Bildungszentrum Inforama des Kantons Bern in Ins missfällt der vorberatenden Kommission des bernischen Grossen Rats. Sie teilte am Freitag mit, sie lehne den von der Kantonsregierung beantragten Kredit ab.

Das Projekt koste zu viel und die dem Projekt zugrunde liegende Machbarkeitsstudie überzeuge die Bau-, Energie-, Verkehrs- und Raumplanungskommission (BaK) nicht, steht in der Mitteilung des Kantonsparlaments.

In Ins besitzt der Kanton Bern einen Bauernhof, der verpachtet ist und dessen Anlagen das landwirtschaftliche Bildungszentrum Inforama für Ausbildungszwecke mitbenutzen kann.

Nun entsprechen das bestehende Dünger- und Pflanzenschutzmittellager sowie der Abfüll- und Waschplatz für Pflanzenschutzmittelgeräte des Pachtbetriebs nicht mehr den gesetzlichen Gewässerschutzvorgaben. Das Amt für Wasser und Abfall hat interveniert.

Laut dem im Internet veröffentlichten Vortrag der Kantonsregierung an den Grossen Rat hat die Machbarkeitsstudie ergeben, dass ein Neubau wirtschaftlicher ist als eine Sanierung der bestehenden Anlagen. Über den Kreditantrag - es geht um 1,3 Millionen Franken - entscheidet der Grosse Rat im November.

Ja zu Medizin-Projekten. . .

Ein Ja empfiehlt die BaK dem Grossen Rat hingegen zu einem Kredit von jährlich 1,92 Millionen Franken für den Umzug dreier Institute der Medizinischen Fakultät der Uni Bern ins neue Kompetenzzentrum für translationale Medizin (sitem-insel) auf dem Berner Insel-Areal.

Auch einem einmaligen Kredit von 200'000 Franken für die Baubegleitung stimmt die BaK zu. Das auf privater Basis betriebene Zentrum leiste einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Medizinalstandorts Bern, steht in der Mitteilung.

Die BaK unterstützt auch einen Kredit von 1,2 Millionen Franken für den Architekturwettbewerb zu einem neuen Forschungs- und Ausbildungszentrum der Medizinischen Fakultät auf dem Insel-Areal. Auch dieses Projekt diene der Stärkung des Medizinalstandorts Bern.

In einer ersten Etappe soll ein Neubau mit zeitgemässer Laborinfrastruktur für die Forschung sowie mit Praxis- und Seminarräumen erstellt werden.

. . .und zu Wasserkraft-Konzessionsgesuch

Weiter empfiehlt die Kommission dem Parlament, das Konzessionsgesuch für ein neues Wasserkraftwerk am Sousbach in der Gemeinde Lauterbrunnen zu genehmigen. Die Anlage soll jährlich rund 28,2 Gigawattstunden Strom produzieren.

Die BaK sagt auch Ja zu einer Änderung des Kantonalen Gewässerschutzgesetzes. Damit sollen die Abwasserabgaben der Kläranlagenbetreiber gesenkt und so die grossen finanziellen Reserven des Abwasserfonds reduziert werden.

tag/sda

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