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Klares Ja zu Institut für Hausarztmedizin

Die Universität Bern soll ein Insitut für Hausarztmedizin einrichten. Der bernische Grosse Rat hat am Mittwoch einen entsprechenden Vorstoss klar überwiesen.

Die Forderung erhoben Grossrätinnen und Grossräte aus SP-JUSO, Grünen, EVP, FDP, SVP und CVP. Sie forderten, dass die bisherige Fakultäre Instanz für Hausarztmedizin umgehend in ein Institut für Hausarztmedizin umgewandelt wird.

Die Hausärzte sollten vollwertig an der Universität vertreten sein, begründeten die Abgeordenten ihren Vorstoss. Entsprechende Ideen gebe es seit 25 Jahren, betonte Danielle Lemann (SP/Langnau), selber Ärztin.

«Schluss mit der Sanktnimmerleinspolitik», forderte sie deshalb. Andere Universitätsstandorte in der Schweiz hätten Bern in dieser Hinsicht längst überflügelt.

Zeichen setzen

Die meisten Fraktionssprecher verwiesen auf den Hausärztemangel, der besonders für die ländlichen Gebiete verheerende Folgen habe. Für ihren 150-Prozent-Job würden Hausärzte schlechter entgolten als Spezialisten. Sie hätten lange Arbeitszeiten und müssten stets verfügbar sein.

Das seien alles Faktoren, die es vielen angehenden Ärzten nicht gerade schmackhaft machten, Hausarzt zu werden. Immerhin könne man aber mit der Schaffung eines Instituts an der Universität Bern ein Zeichen der Wertschätzung setzen, betonte Lemann.

Regierung wollte sich nicht hetzen lassen

Der Regierungsrat sträubte sich nicht grundsätzlich gegen die Schaffung eines solchen Instituts. Erziehungsdirektor Bernhard Pulver betonte jedoch, dass sich der Kanton auf einem guten Weg befinde, der zwar nicht sofort, aber zu gegebener Zeit zum Ziel führe.

Nur ein seriöses, qualitativ hochstehendes Institut trage zur gewünschten Aufwertung der Hausarztmedizin bei. Der Aufbau einer solchen Institution brauche Zeit. Der bisherige Kurs sei beizubehalten.

Die überwiegende Parlamentsmehrheit wollte jedoch eine raschere Gangart anschlagen und überwies die Motion deutlich mit 133 gegen 2 Stimmen bei 8 Enthaltungen.

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