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Kanton soll etwas gegen Bienensterben unternehmen

Der Kanton Bern soll die Imkerinnen und Imker besser unterstützen und so dem Bienensterben vorbeugen. Der bernische Grosse Rat hat am Mittwoch eine entsprechende überparteiliche Motion überwiesen.

Der Vorstoss verlangt unter anderem die bessere Unterstützung der Imker bei der Bekämpfung von Seuchen und Parasiten. Eine weitere Massnahme ist die Hilfe beim Bau und beim Unterhalt von Lehrbienenbeständen. So soll der Imkernachwuchs gefödert werden.

«Wir wissen gar nicht, wie wichtig es ist, Bienen zu haben», sagte Mitmotionär Fritz Ruchti (SVP/Seewil). Der Ertrag der Landwirtschaft hange von ihnen ab. Es dürfe niemandem gleichgültig sein, wenn 20 Prozent der Bienenvölker im Winter eingingen.

Rätselhaftes Bienensterben

Über die Gründe des Bienensterbens wisse man noch sehr wenig, ergänzte Mitmotionär Josef Jenni (EVP/Oberburg). Das überfordere viele Imker, der Nachwuchs sei gefährdet. Man dürfe nicht abwarten, bis es keine Imkerinnen und Imker mehr gebe.

Im Rat war die Stossrichtung der Motion unumstritten. Einige Fraktionen hätten den Vorstoss aber lieber in der unverbindlicheren Form des Postulats überwiesen. Es müsse nicht sein, «ineffizient doppelspurig» mit dem Bund zu fahren, sagte etwa Bio-Bergbauer Emil von Allmen (SP/Gimmelwald).

Bund ist zuständig

Regierungsrat Andreas Rickenbacher (SP) gab ebenfalls zu bedenken, dass einige der Forderungen im Zuständigkeitsbereich des Bundes liegen. Dort seien auch verschiedene Anstrengungen im Gang. Die Regierung sei bereit, die vorgeschlagenen Massnahmen als Postulat entgegenzunehmen und zu prüfen.

Die Motionäre waren aber nicht bereit, den Vorstoss in ein Postulat umzuwandeln. Bei der punkteweisen Abstimmung überwies der Grosse Rat daraufhin sämtliche Massnahmen mit deutlichem Mehr.

SDA/mus

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