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Insel-CEO in der Heimat unter Druck

Der deutsche Insel-Chef Holger Baumann sieht sich aus Hannover mit Vorwürfen wegen Misswirtschaft konfrontiert. Er soll als Finanzchef der dortigen Uniklinik die Kontrollpflicht vernachlässigt haben.

Holger Baumann.
Holger Baumann.
Christian Pfander

Er hätte im Moment eigentlich auch so genügend Baustellen. Doch nun muss sich der Chef der Insel-Gruppe, Holger Baumann, zusätzlich mit Anschuldigungen aus Deutschland auseinandersetzen.

Dort war er bis Ende 2013 und vor seinem Wechsel nach Bern Vizevorsitzender der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), des dortigen Universitätsspitals. Gleichzeitig war Baumann während dreizehn Jahren oberster ­Finanzchef der MHH.

Weil die Kosten für Chefärzte und bauliche Fehlplanungen aus dem Ruder gelaufen sind, steht die MHH heftig in der Kritik. ­Dabei werden auch Vorwürfe gegenüber dem früheren Finanzchef Baumann laut.

In einem ­Dokument kam das zuständige Ministerium zum Schluss, dass Baumann die vom Bundesland Niedersachsen vorgegebene ­finanzielle Obergrenze für Personalkosten erheblich überschritten und dadurch seine Pflichten verletzt habe. Dies schrieb der «Bund» gestern.

Von Vorwürfen entlastet

Wie aus dem Artikel weiter hervorgeht, liegt jedoch mittlerweile ein externes Gutachten vor, das Baumann entlastet. Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit könne ihm nicht vorgeworfen werden. Das sieht auch Baumann so. Im «Bund» sagte er, von «unabgestimmten Budgetüberschreitungen» könne keine Rede sein.

Trotzdem läuft die Untersuchung weiter: Ein parlamentarischer Ausschuss arbeitet die Affäre rund um die MHH auf. Das politische Interesse ist wohl deshalb so gross, weil in Niedersachsen bald Wahlen anstehen.

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