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HIV Bern erwartet vom Kanton grosse Sparopfer

Der Handels- und Industrieverein des Kantons Bern (HIV) erwartet vom Kanton Bern Einsparungen von mehr als 400 Millionen Franken. Nur so könne Handlungsspielraum für Steuersenkungen geschaffen werden.

Laut HIV-Präsident Bernhard Ludwig reichen Einsparungen von 400 Millionen Franken nicht aus, um die Kantonsfinanzen wieder in Ordnung zu bringen.
Laut HIV-Präsident Bernhard Ludwig reichen Einsparungen von 400 Millionen Franken nicht aus, um die Kantonsfinanzen wieder in Ordnung zu bringen.
Beat Mathys

Der kantonale Haushalt sei aus dem Ruder gelaufen, weil man nicht rechtzeitig reagiert habe, so HIV-Präsident Bernhard Ludwig am Mittwoch an der Hauptversammlung in Moutier. Die aktuelle Aufgabenüberprüfung müsse zwingend zu echten Sparmassnahmen führen, betonte Ludwig.

Denn nicht nur das strukturelle Defizit laste schwer auf dem Kanton; zusätzlich stünden noch Belastungen wie die Sanierung der Pensionskassen an. «Um mittelfristig wieder Ordnung in die Finanzen zu bringen, reichen Einsparungen von 400 Millionen Franken nicht aus», sagte Ludwig gemäss Communiqué. Zudem sei Handlungsspielraum für Steuersenkungen zu schaffen, forderte Ludwig. Denn der Kanton Bern stehe punkto Steuerbelastung bald schweizweit am Tabellenende.

Economiesuisse-Präsident Rudolf Wehrli war als Gastredner nach Moutier eingeladen worden. Laut HIV suchte er insbesondere den Kontakt zu lokalen und regionalen KMU. Dabei sei deutlich geworden, dass auch im Berner Jura für viele Industriebetriebe der freie Zugang zu neuen Absatzmärkten von grundlegender Bedeutung sei.

Freihandelsabkommen wie jenes mit China seien ein zentraler Faktor, hielt Wehrli fest. Allerdings gelte es sicherzustellen, «dass die Qualität der Verträge über deren Quantität steht».

SDA/tag

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