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Gift gelangt ins Seeländer Trinkwasser

Seeland

An zehn Stellen weist das Grundwasser im Kanton Bern einen zu hohen Wert des Pestizids Chlorothalonil auf. Ab einer gewissen Konzentration ist der Stoff krebserregend.

Die EU will das Pflanzenschutzmittel Chlorothalonil ab 2020 verbieten. Der Bundesrat will bald nachziehen. Foto: Ingo Wagner (Keystone)

Die EU will das Pflanzenschutzmittel Chlorothalonil ab 2020 verbieten. Der Bundesrat will bald nachziehen. Foto: Ingo Wagner (Keystone)

Mathias Gottet

In der Gemüsekammer der Schweiz finden sich zu viele Rückstände des Fungizids Chlorothalonil im Wasser. Das Pflanzenschutzmittel wird seit den 1970er-Jahren besonders im Anbau von Obst, Wein und Getreide eingesetzt.

SRF machte Mitte Juli publik, dass in der Schweiz zahlreiche Grundwasserquellen mit den Rückständen des Pestizids verschmutzt sind. Auch im Kanton Bern sind einige Regionen betroffen, das Seeland im Besonderen.

An zehn Messstationen weist das Wasser einen zu hohen Wert auf. Dies teilt das kantonale Gewässer- und Bodenschutzlabor auf Nachfrage mit. Sieben der zehn Stellen befinden sich im Seeland. Besonders gravierend dabei: Drei Wasserfassungen werden auch für Trinkwasser verwendet. Zwei liegen im Seeland, eine im Oberaargau.

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