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Geteilte Standesstimme könnte bald Geschichte sein

Im Kampf um die Berner Ständeratssitze treffen ein rot-grünes und ein bürgerliches Doppelticket aufeinander. Das Duo Rytz/Stöckli hat leichte Vorteile. Eine ungeteilte rot-grüne Ständeratsvertretung wäre eine Premiere für den Kanton.

Hans Lauri (SVP) und Christine Beerli (FDP): 2003 sassen SVP und FDP letztmals gemeinsam im Berner Ständerat.
Hans Lauri (SVP) und Christine Beerli (FDP): 2003 sassen SVP und FDP letztmals gemeinsam im Berner Ständerat.
Keystone

Mit der neuen Ausgangslage für den zweiten Wahlgang mit zwei Doppeltickets wird die seit 2003 geteilte Standesstimme des Kantons Bern im Ständerat in Frage gestellt. Der Doppelangriff von rot-grün mit den beiden Bestgewählten aus dem ersten Wahlgang, Regula Rytz (Grüne) und Hans Stöckli (SP), macht eine rot-grüne Vertretung in der Berner Ständeratsdelegation zumindest möglich.

Es wäre eine Premiere für Bern. Noch bis 2003 war der Kanton quasi unbestritten jeweils mit einem bürgerlichen Doppel SVP/FDP im Stöckli vertreten. Die Popularität der jetzigen Bundesrätin Simonetta Sommaruga (SP) brach dieses Kartell damals auf. Seit 2003 ist Bern mit einem gemischten Doppel Links-Bürgerlich im Ständerat vertreten. Ein Intermezzo gab es im Jahr 2011, als SVP-Vertreter Adrian Amstutz kurz ein Ständeratsmandat inne hatte.

Der Berner Ständerat seit dem Aufbruch des bürgerlichen Doppels 2003:

2003 bis 2007: Simonetta Sommaruga (SP) und Hans Lauri (SVP)

2007 bis 2010: Simonetta Sommaruga (SP) und Werner Luginbühl (erst SVP, dann BDP)

6/2011 bis 10/2011: Kurzes Intermezzo mit Adrian Amstutz (SVP) und Werner Luginbühl (BDP). Sommaruga war in den Bundesrat gewählt worden, in der Ersatzwahl setzte sich Amstutz im zweiten Wahlgang knapp vor Ursula Wyss (SP) durch. Bei der ordentlichen Erneuerungswahl verpasste Amstutz im ersten Wahlgang trotz Spitzenresultat das absolute Mehr. Im 2. Wahlgang lagen Werner Luginbühl (BDP) und Hans Stöckli (SP) vorne.

Ende 2011 bis heute: Hans Stöckli (SP) und Werner Luginbühl (BDP)

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