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Der Schatz von Riggisberg

Unsere Autorin hat sich nach Riggisberg aufgemacht, um sich auf die Schatzsuche der Berner Zeitung zu begeben. Zwei-, dreimal stolperte die Orientierungsbanausin fast, am Schluss gelangte sie aber trotz allem ans Ziel.

Ob die Richtung stimmt? Der Weg zum Schatz führt durch die Felder von Riggisberg.
Ob die Richtung stimmt? Der Weg zum Schatz führt durch die Felder von Riggisberg.
Christian Pfander
Wie viele Blumen wohl drauf sind?
Wie viele Blumen wohl drauf sind?
Christian Pfander
Habe ich den Code richtig ausgerechnet?
Habe ich den Code richtig ausgerechnet?
Christian Pfander
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Ausgerüstet mit einer Kar­te, pilgere ich an einem dieser zahlreichen schönen Tage los nach Riggisberg. Dort findet – genau wie in Bern, Spiez, Langenthal und an der Lenk – während der Ferienzeit die Schatzsuche der Berner Zeitung statt. So habe ich beschlossen, mein Glück zu versuchen.

Bevor ich losgehe, studiere ich die verschiedenen Posten, die ich passieren sollte, falls ich mich nicht verirre. An einigen Orten muss etwas gezählt werden, an anderen Standorten wird eine bestimmte Zahl gesucht. Kommt man überall auf die richtige Lösung, sollte der dreistellige Code die Truhe öffnen, die irgendwo beim letzten Posten auf einen wartet.

Los geht die rund fünf Kilometer lange Wanderung bei der Postautohaltestelle Riggisberg Post. Dort gilt es erst mal, die richtige Richtung einzuschlagen. Für mich als Orientierungsbanausin schon die erste kleine Heraus­forderung, die ich dann aber doch erfolgreich meistere. Ein weiteres Mal ins Straucheln gerate ich bei einem Schild. Blumen sollen dort gezählt werden.

Ich sehe aber solche mit und solche ohne Stiel. Welche wohl für die Lösung gefragt sind? Es wäre ja jammerschade, wenn ich am Ende mit einem falschen Code vor der verschlossenen Schatztruhe stehen würde. Also schreibe ich mir mehrere Möglichkeiten auf – einmal mit allen Blumen, die auch nur im entferntesten so aus­sehen, und einmal nur mit solchen, die ich selber als Blumen bezeichnen würde.

Weiter geht die Reise durch die idyllische Landschaft von Riggisberg, vorbei an einem Brunnen, wo man seinen Durst lö­schen kann, dann übers offene Feld Richtung Wald. Auch dort ist es ratsam, vor allem die Au­gen offen zu halten und den kleinen Hinweisen auf der Karte zu folgen.

Geht es langsam wieder hin­unter Richtung Riggisberg, ge­langt man bald einmal zum Muriboden-Hof. Die Spannung steigt: Habe ich die drei Zahlen wohl richtig ausgerechnet? Verraten wird das an dieser Stelle natürlich nicht.

Beim Verweilen im Hof, wo es für die durstigen und hungrigen Mäuler selbst gemachte Sachen der Familie Böhlen gibt, trudeln nach und nach weitere Schatzsuchende ein, wischen sich den Schweiss von der Stirn und be­äugen die ominöse Truhe. «Ja, auch wir mussten vor allem bei den Blumen gut rechnen», pflichtet mir ein Junge bei.

Ich merke schnell: Die meisten Familien, die sich auf Schatz­suche begeben haben, sind richtige Experten. «Wir haben seit der ersten Austragung 2013 in jedem Jahr immer mehr als eine Tour gemacht», erzählt eine Frau. Und auch die Wanderung in Riggisberg habe ihr sehr ge­fallen. Nur etwas Kleines hat sie auf dem Weg vermisst: «Ein oder zwei Bänke dazu, die Aussicht zu geniessen und ein bisschen auszuruhen, wären schön gewesen.»

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