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Buslinie Jegenstorf-Hindelbank wird gestrichen

Die Busverbindung zwischen Jegenstorf und Hindelbank wird nach dreijährigem Versuchsbetrieb aufgegeben: Der bernische Regierungsrat hat wegen der geringen Nachfrage entschieden, die Linie nicht ins kantonale Grundangebot des öffentlichen Verkehrs aufzunehmen.

Die Passagierzahlen seien für eine definitive Einführung der Buslinie zu gering, teilte der Kanton Bern am Donnerstag mit. Seit Dezember 2007 wurden unter der Woche zwischen 6 und 19 Uhr täglich elf Kurspaare angeboten.

Dabei seien die minmalen Vorgaben gemäss kantonaler Angebotsverordnung nicht erreicht worden, sagte Wolf-Dieter Deuschle, Vorsteher des Amts für öffentlichen Verkehr, auf Anfrage. Der Bus wurde durchschnittlich von 2,9 Personen pro Kurs benutzt, hätte aber eine durchschnittliche Belegung von mindestens sechs Personen erreichen müssen.

Der Entscheid zur Buslinie Jegenstorf-Hindelbank stehe nicht im Widerspruch zum Einsatz des Regierungsrats zugunsten von Buslinien in ländlichen Regionen, sagte Deuschle. Die Regierung hatte Pläne des Bundes kritisiert, der nur noch Abgeltungen zahlen will, wenn die Passagierzahl pro Tag mindestens 100 beträgt.

Kanton wehrt sich

Dadurch wären im Kanton Bern 28 Buslinien von Beitragskürzungen betroffen, beispielsweise im Gurnigelgebiet, im Oberhasli und im Diemtigtal. Dagegen wehre sich der Kanton, weil die Regel «100 Passagiere pro Tag» zu wenig differenziert sei, sagte Deuschle.

Schliesslich müsse man auch berücksichtigen, wieviele Kurse überhaupt verkehrten. Wenn 100 Passagiere auf 6 Kurspaaren untergebracht würden, sei dies eine gute Auslastung von 15 Personen pro Kurspaar. Im Fall der Buslinie ins Limpachtal sei die gute Auslastung aber deutlich verfehlt worden.

SDA/tan

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