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SVP setzt auf Asylpolitik und Autofahrer

Mit italienischen Piaggio-Mobilen weibelt die SVP vor den Wahlen für eine striktere Asylpolitik.

Werner Salzmann, Parteipräsident SVP Bern (links), präsentierte zusammen mit Anne-Caroline Graber und Manfred Bühler, beide SVP-Nationalratskandidaten aus dem Berner Jura, die kantonale Wahlstrategie.
Werner Salzmann, Parteipräsident SVP Bern (links), präsentierte zusammen mit Anne-Caroline Graber und Manfred Bühler, beide SVP-Nationalratskandidaten aus dem Berner Jura, die kantonale Wahlstrategie.
Peter Klaunzer, Keystone

Ausgerechnet mit einer Legende aus Italien wirbt die Berner SVP im Wahlkampf für Schweizer Qualität: In den 100 Tagen bis zu den Wahlen vom 18. Oktober tourt die Partei mit zwei Piaggio-Ape-Mobilen durch den Kanton.

Die Idee hinter der Aktion mit den dreirädrigen Kleintransportern: «Damit kommt man nahe an die Leute, bis in die Seitengässchen», erklärte Parteipräsident Werner Salzmann.

An Schwingfesten und Märkten, vor Schwimmbädern und an Strassenecken will die SVP zeigen, dass sie nahe bei den Leuten ist. «Unser Ziel ist, dass am 18. Oktober jede Wählerin und jeder Wähler mindestens einmal einen direkten persönlichen Kontakt zur SVP hatte», sagte Co-Wahlleiter Hansruedi Wandfluh gestern vor den Medien.

So will die SVP im Nationalrat einen zusätzlichen Sitz gewinnen und ihren Ständeratssitz zurückerobern. Mit dem Wechsel von Werner Luginbühl zur BDP ging dieser 2008 verloren, Adrian Amstutz konnte ihn 2011 nur für ein halbes Jahr halten. 150'000 Franken hat die Partei für den Wahlkampf budgetiert.

Kampf gegen Asylzentren

Die SVP setzt unter dem Slogan «Sicher und frei» auf ihr klassisches Thema: Asylpolitik. «Die Zuwanderung bedroht sowohl unsere Sicherheit als auch unsere Freiheit», sagte Salzmann. Wer wirklich an Leib und Leben bedroht sei, schaffe es heute kaum nach Europa.

Die wirklichen Flüchtlinge blieben vor Ort in Flüchtlingscamps. Dort müsse man helfen, hier aber die Grenzen schliessen. Es gelte in den Bundesasylzentren Wirtschaftsflüchtlinge von tatsächlich Asylberechtigten zu unterscheiden. Deshalb unterstütze die SVP die bernischen Gemeinden im Kampf gegen die Asylunterkünfte, die der Kanton bei ihnen eröffnen wolle. «Die Basis muss sich wehren und aktiv Widerstand leisten», so Salzmann.

Die SVP führt auf ihrer Nationalratsliste die beiden Bernjurassier Manfred Bühler und Anne-Caroline Graber noch vor den Bisherigen auf. Da die SVP dem Berner Jura zur Rückkehr ins Bundeshaus verhelfen will, waren sie beide nebst Salzmann selbst die einzigen Kandidaten an der Pressekonferenz.

Graber votierte dafür, dass sich die Schweiz von Europa fernhalten solle. Manfred Bühler monierte, dass Autofahrer «durch die Radarkontrollen gemolken» sowie «ideologisch verteufelt» würden, wogegen er sich einsetze. Nebst den Autofahrern will die SVP?Gewerbetreibende für sich gewinnen, indem sie sich für weniger Bürokratie starkmacht – ein Thema, dessen sich auch die FDP jeweils stark annimmt. Sie hat einer Listenverbindung mit der SVP eine Absage erteilt.

BZ/sar

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