Begleitgruppe soll Kiesbranche an die Kandare nehmen

Nach den jüngsten Weko-Bussen Anfang dieses Jahres will der Kanton Bern die Branche nun aktiver steuern. Zusammen bis dem Verband schafft er dafür eine neue Begleitgruppe.

Flüssiger Informationsaustausch und Koordination: Der Kanton Bern schafft eine Begleitgruppe für die Kiesbranche.

Flüssiger Informationsaustausch und Koordination: Der Kanton Bern schafft eine Begleitgruppe für die Kiesbranche.

(Bild: Beat Mathys)

Wer ist für die Berner Kiesbranche auf kantonaler Ebene genau zuständig? In der Vergangenheit sorgte diese Frage immer wieder für Unklarheiten. Sowohl die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion als auch die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion mischen über ihre Ämter im Kiesmarkt mit.

Den Informationsaustausch und die Koordination machte das oft schwierig, wie sich zuletzt im Frühjahr 2019 zeigte, als die Wettbewerbskommission ein langjähriges Berner Kieskartell aufdeckte. Umgehend forderte der Grosse Rat, dass die Regierung ihre Zuständigkeiten im Kiesmarkt klarer regelt.

Zu diesem Zweck schafft der Kanton nun gemeinsam mit dem Kies- und Betonverband eine Begleitgruppe. Damit will die Regierung den Bereich Abbau, Deponie und Transport (ADT) «aktiver steuern», wie sie mitteilt.

Die «Begleitgruppe ADT» ist allerdings bloss ein beratendes Gremium, das nur Empfehlungen abgeben kann. Zu den Aufgaben der Gruppe gehören der Informationsaustausch, die Koordination zwischen Fachstellen und der Branche sowie praktische Umsetzungsfragen.

qsc

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