Zum Hauptinhalt springen

AKW Mühleberg erfüllt Sicherheitsanforderungen

Die Atomaufsichtbehörde Ensi hat die Sicherheitsanforderungen für den Betrieb beim AKW Mühleberg als erfüllt bewertet. Für die Zukunft wurden aber 26 Forderungen erhoben.

Bisher als erfüllt eingestuft: Die Sicherheitsbedingungen des AKW Mühleberg.
Bisher als erfüllt eingestuft: Die Sicherheitsbedingungen des AKW Mühleberg.
Andreas Blatter

Gemäss der Atomaufsichtbehörde Ensi gilt das AKW Mühleberg als ausreichend, was die Sicherheitsbedingungen für den laufenden Betrieb anbelangt. Allerdings wurden von derselbigen Stelle aufgrund der Betriebserfahrungen der Jahre 2000 bis 2009 ein Verbesserungsbedarf festgestellt und 26 Forderungen erhoben.

Fazit einer periodischen Sicherheitsüberprüfung

Die Forderungen an die AKW-Betreiberin BKW betreffen unter anderem die Weiterentwicklung der Wiederholungsprüfungen und der Altersüberwachung. Auch sollen die Störfall- und Sicherheitsanalysen aktualisiert werden. Das teilte das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) am Donnerstag auf seiner Website mit. Es ist das Fazit der periodischen Sicherheitsüberprüfung, mit der die Betriebserfahrung und der Zustand des AKW gesamtheitlich beurteilt wurden.

Weitere Punkte auf der Forderungsliste sind die Auslegung von Sicherheitssystemen und die Umsetzung der Massnahmen, welche die Experten der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) nach einer Prüfung des AKW im vergangenen Jahr empfahlen. Zudem sollen die radioaktiven Abgaben vermindert, die Vorkehrungen zum Schutz vor im Normalbetrieb entstehendem Wasserstoff optimiert werden. Die BKW muss die Zuverlässigkeit von Sicherheitsventilen erhöhen und den Notfallschutz verbessern.

Abgabe von radioaktiven Stoffen mit dem Abwasser

Bereits bei der periodischen Sicherheitsüberprüfung 2005 hatte das ENSI verlangt, dass das AKW Mühleberg die Abgabe von radioaktiven Stoffen mit dem Abwasser senken muss. «Die flüssigen Abgaben des Kernkraftwerks Mühleberg liegen unterhalb der vorgegebenen Limiten», wird Georg Schwarz, Leiter des Aufsichtsbereichs Kernkraftwerke und ENSI-Vizedirektor, zitiert.

Das AKW habe seit 2005 die flüssigen Abgaben reduziert. «Trotz der bisherigen Anstrengungen ist der Zielwert noch nicht vollständig erreicht», hält Schwarz fest: «Deshalb muss der Werksbetreiber noch weiter darin investieren.»

Betriebserfahrungen mit anderen AKW verglichen

Die BKW musste als AKW-Betreiberin viele Unterlagen für die periodische Sicherheitsüberprüfung einreichen. Das ENSI begutachtete die Dokumentation über die Betriebserfahrungen der letzten zehn Jahre. Die Aufsichtsbehörde verglich die Angaben mit den Betriebserfahrungen von anderen Atomkraftwerken.

Die 26 Punkte ergänzen die ENSI-Forderungen zum Langzeitbetrieb. Das ENSI hatte diese Forderungen Mitte November verfügt. Demnach muss das AKW Mühleberg trotz vorzeitiger Abschaltung im Jahr 2019 die gleich hohen Sicherheitsanforderungen wie für den ursprünglich vorgesehen Langzeitbetrieb erfüllen.

SDA/asg

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch