SVP mit Salzmann – und Amstutz?

Parteipräsident Werner Salzmann will in den Ständerat. Und eventuell bleibt Adrian Amstutz doch Nationalrat.

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Philippe Müller

Es war eine Niederlage, die der SVP bis heute wehtut: 2008 verlor sie ihren Ständeratssitz quasi über Nacht, weil der frühere SVP-Mann und Amtsinhaber Werner Luginbühl zur BDP wechselte. 2011 kehrte die SVP zwar für kurze Zeit ins Stöckli zurück, als ihr Kandidat Adrian Amstutz bei der Ersatzwahl für die in den Bundesrat gewählte Simonetta Sommaruga (SP) obenausschwang. Allerdings verlor Amstutz den Sitz bei den ordentlichen Ständeratswahlen Ende 2011 gleich wieder an Hans Stöckli (SP).

Nun schwört die SVP einmal mehr auf Revanche. Gestern Abend setzten die Delegierten in Belp wie erwartet Werner Salzmann, seines Zeichens SVP-Kantonalpräsident und Nationalrat, aufs Ticket für die Ständeratswahlen im kommenden Herbst. Er soll mit aller Kraft versuchen, der BDP den Ständeratssitz abzujagen. Diese muss den Posten bekanntlich verteidigen, weil Werner Luginbühl nicht mehr zur Wahl antritt.

Delegierte wollen Amstutz

An der SVP-Versammlung kam es noch zu einer überraschenden Wende: Eine Mehrheit der Delegierten wollte Nationalrat Adrian Amstutz zum Weitermachen in der grossen Kammer motivieren. Eigentlich hatte Amstutz wegen der internen Amtszeitbeschränkung längst seinen Rücktritt angekündigt.

Da die Delegierten gestern für Einzelfälle die Amtszeitbeschränkung lockerten und Amstutz eine Standing Ovation gewährten, bat dieser um einige Tage Bedenkzeit. Der Sigriswiler sitzt mit kleinem Unterbruch seit 2003 im Nationalrat.

Die National- und Ständeratswahlen finden am 20. Oktober statt.

Berner Zeitung

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