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140 Mitarbeitende ­verliessen das Amt

Im kantonale Amt für Grundstücke und Gebäude war die Fluktuation in den letzten Jahren hoch. Nun verlangt ein Grossrat Antworten.

Grossrat Stefan Hofer (SVP, Bern) will der hohen Fluktuation im Amt Grundstücke und Gebäude (AGG) auf den Grund gehen.
Grossrat Stefan Hofer (SVP, Bern) will der hohen Fluktuation im Amt Grundstücke und Gebäude (AGG) auf den Grund gehen.
Andreas Blatter

Die Zustände im Amt für Grundstücke und Gebäude (AGG), so wie Grossrat Stefan Hofer (SVP, Bern) sie schildert, klingen besorgniserregend: Über 140 Mitarbeitende hätten in den letzten elf Jahren das Amt verlassen, schreibt er in einer Interpellation an den Regierungsrat. Die Liste mit frühzeitig pensionierten und wegen Krankheit ausgestiegenen Mitarbeitenden sei lang.

Ebenso sei vielen gekündigt worden, etliche hätten «aus Frust» selber gekündigt. «Die extrem hohen Personalabgänge sind ein deutliches Zeichen dafür, dass das Amt intern entzweit wurde und die ­Unzufriedenheit unter den Mitarbeitenden stetig gestiegen ist», schreibt Hofer im Vorstoss.

«Angstgesteuerte Führung»

Innerhalb von zehn Jahren seien vier Amtsvorsteher ein- und abgesetzt worden, der aktuelle Chef Michael Blunschi sei seit letztem Juni krankgeschrieben. «Viele Mitarbeitende, welche sich frühzeitig pensionieren liessen oder kündigten, geben als Gründe die Unzufriedenheit und das Klima am Arbeitsplatz an», so Hofer.

Die Führung sei «angstgesteuert». Hofer will nun von der Regierung wissen, weshalb sie nie interveniert habe. Zudem fragt er nach den Kosten, die für den Kanton wegen der Abgänge entstanden sind.

«Starke Konkurrenz»

Die Regierung bestätigt in ihrer Antwort, dass die Fluktuation im AGG in den letzten Jahren «zeitweise hoch» war. Allerdings auch wegen ordentlicher Pensionierungen oder kantonsinterner Wechsel. Zwei der vier genannten Amtsleiter seien pensioniert worden, relativiert sie weiter. Und verweist auf das vergangene Jahr: 2016 habe die Fluktuation 14,8 Prozent betragen.

«Sie bewegte sich damit für ein Fachamt mit vielen jüngeren Mitarbeitenden, die über Spezialwissen verfügen, das auf dem Stellenmarkt sehr gesucht ist, im Normbereich», schreibt die Regierung. Der Kanton sei als Arbeitgeber für technisch ausgebildete Fachkräfte einer «ausgesprochen her­ausfordernden Konkurrenz» ausgesetzt.

Die Regierung habe nie einen Grund gesehen, wegen der Wechsel zu intervenieren. Sie äussert sich mit einem Verweis auf den Datenschutz nicht dazu, was die Abgänge den Kanton kosteten. Weiter sei das Amt 2016 reorganisiert worden. Seit Anfang Jahr ist der bisherige stellvertretende Amtschef Angelo Cioppi Co- Vorsteher.

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