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Ist Geschäfts- führer fristlos entlassen?

Muss Willy Berger, Geschäftsführer der Molkerei Gstaad, das Unternehmen nach zwei Jahren verlassen? Die sehr kurzfristig angesagte, ausserordentliche Generalversammlung von übermorgen Freitag deutet darauf hin.

Dass das Einvernehmen zwischen Hans-Ruedi Steiner, Präsident der Milchgenossenschaft Gstaad, und seinem Geschäftsführer Willy Berger nicht das beste sei: dies wird schon seit einiger Zeit gemunkelt. Nun kam es zum Eklat: Den Angestellten wurde mitgeteilt, dass für sie ab sofort Genossenschaftspräsident Steiner und nicht mehr Willy Berger Ansprechperson sei. Die Gerüchteküche will wissen, dass sich Willy Berger gegen eine Kündigung im «gegenseitigen Einvernehmen» wehrte und wenige Tage später fristlos entlassen worden sei. Daraufhin habe dieser eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen. Sowohl Berger als auch Genossenschaftspräsident Steiner verweigerten auf Anfrage jede Auskunft. Sie verwiesen auf die Generalversammlung von übermorgen Freitag. Machtkampf an der GV? Dem Vernehmen nach wird es dort zu einem Machtkampf kommen. Zwei Szenarien zeichnen sich ab: Werden Steiner und (mindestens) ein Teil des Vorstandes abgewählt und der neue Vorstand unterstützt Geschäftsführer Berger? Oder kann sich Präsident Steiner behaupten und der Geschäftsführer muss seine Koffer definitiv packen? So oder so: Nach der (der Generalversammlung folgenden) Vorstandssitzung vom nächsten Samstag soll eine Medienmitteilung Klarheit schaffen. Diese wird nötig, weil die Generalversammlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Turbulente Zeiten Die Milchgenossenschaft Gstaad steht seit langem im Rampenlicht. Einerseits ist es der Machtkampf um die seit Jahren diskutierte Milchverarbeitungsstätte für das Saanenland. Andererseits steht die Molkerei Gstaad seit bald drei Jahren im Fokus der Öffentlichkeit im Zusammenhang mit der Verdächtigung auf Käse-Falschlieferung. Hier steht in wenigen Monaten der Gerichtsfall an. Ruth Oehrli>

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