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Investition in eigenen Schutz

Bönigen investiert in den Hochwasserschutz: Das Stimmvolk sagte am Freitagabend Ja zum Kredit für den Ersatz der Oberen Lütschinenbrücke. Auch die Sanierung des Dorfbaches kann an die Hand genommen werden.

Der Kanton will die Untere Lütschinenbrücke infolge des Hochwasserschutzes und des schlechten Zustandes der Bausubstanz ersetzen. Bei der heute bestehenden Brücke sind die Werkleitungen unter der Brücke befestigt. Neu könnten die Leitungen aber nicht mehr an der Unterseite befestigt werden. Deshalb haben die Werkeigentümer entschieden, die Werkleitungen unter der Lütschine hindurch (Unterquerung) zu verlegen. Die Kosten für die Einwohnergemeinde Bönigen belaufen sich auf 100000 Franken. Gemeinderat Beni Knecht stellte den 105 Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom Freitagabend in der Turnhalle die Vorlage vor. Der Souverän stimmte anschliessend dem entsprechenden Verpflichtungskredit einstimmig zu. Zweispurige Brücke: Ja Was die obere Brücke über die Lütschine angeht, hat das Stimmvolk an der Gemeindeversammlung vom Dezember 2008 den Gemeinderat beauftragt, ein Projekt für eine einspurige Brücke aus Holz mit Trottoir auszuarbeiten. «Bei der Detailplanung musste festgestellt werden, dass die Realisierung einer einspurigen Brücke verkehrstechnisch viele Nachteile mit sich bringt und mit einer schmaleren Brücke nur unwesentlich Kosten eingespart werden können», informierte Gemeinderat Arnold Seiler die Versammlungsteilnehmer. Aus diesem Grund hat der Rat entgegen dem Versammlungsbeschluss den Grundsatzentscheid gefällt, ein Projekt für eine zweispurige Betonbrücke ausarbeiten zu lassen. Den Stimmbürgern wurde deshalb beantragt, den damaligen Beschluss aufzuheben und einen Verpflichtungskredit für eine zweispurige Brücke zu beschliessen. Gestützt auf das Bauprojekt, beträgt der Kredit 1,6 Millionen Franken. Die Versammlungsteilnehmer hoben den Beschluss vom Dezember 2008 bei einigen Enthaltungen – aber ohne Gegenstimme – auf und sagten auch Ja zum Kredit. 120 Zentimeter höher Die neue Brücke wird um 1,2 Meter angehoben, auf sechs Meter verbreitert werden und im Sommer 2011 fertiggestellt sein. Das Bauprogramm wird mit den Arbeiten rund um den Ersatz der Unteren Lütschinenbrücke koordiniert. «Bevor die untere Brücke nicht fertig ist, wird mit dem Ersatz des anderen Übergangs nicht angefangen», zerstreute Arnold Seiler allfällige Befürchtungen, es könnte allenfalls keine der beiden Brücken passierbar sein. Dorfbach-Teil sanieren Der Dorfbach, der von der Lütschine, dem Chrottegräbli und von verschiedenen Regenwasserleitungen gespeist wird, sei in einem sehr schlechten Zustand, sagte Gemeinderat Beni Knecht. «Wir haben Zwangsbedarf», unterstrich Knecht die Dringlichkeit der geplanten Sanierung. In jüngster Vergangenheit mussten vermehrt Reparaturarbeiten durchgeführt werden. Deshalb wurde ein Vorprojekt zur Sanierung des Dorfbaches ausgearbeitet. Bei zwei Gegenstimmen wurde der Verpflichtungskredit von 1,02 Millionen Franken angenommen. Die Gemeinde kann mit einem Beitrag von 50 000 Franken seitens des Kantons rechnen. Damit kann das Teilstück des Dorfbaches zwischen Restaurant Bären und Post saniert werden. Beim Schulhaus, am Rand des Pausenplatzes, soll bei dieser Gelegenheit ein offener Bachlauf entstehen. Gleichzeitig wird die bestehende Wasserleitung ersetzt. Die Sanierung soll im Sommer nächsten Jahres abgeschlossen sein. Hans Urfer >

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