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Internationaler Komponist überzeugte mit Septett

In einem aussergewöhnlichen Konzert präsentierte Zweisimmen-Jazz am Wochenende in der reformierten Kirche Zweisimmen das Thierry-Lang-Septett. Die herzerwärmenden

Es darf gewiss als ein spezielles Ereignis bezeichnet werden, wenn ein international bekanntes Musikerensemble die Präsentationstour für ihre neueste CD in Zweisimmen beginnt. Eben dies ist am Samstag geschehen. Es ist den Veranstaltern der Konzertreihe Zweisimmen-Jazz gelungen, den Freiburger Blue-Note-Pianisten Thierry Lang nach Zweisimmen zu holen. Mit seinen hochkarätigen Mitmusikern Matthieu Michel am Flügelhorn, Heiri Känzig am Bass und den vier Cellisten Daniel Pezzotti, Andi Plattner, Daniel Schaerer und Ambrosius Huber präsentierte er in einem gut einstündigen Konzert in der reformierten Kirche Ausschnitte aus der neuen CD «Lyoba Revisited», die in diesen Tagen auf dem deutschen Label ACT erscheint. «Le vieux chalet» als Rumba Wer anfangs noch etwas skeptisch gegenüber der ungewöhnlichen Besetzung war und dem, was ihn an diesem Abend erwarten würde, dessen Bedenken wurden bereits nach wenigen Takten zerstreut. In der Tat sei es schwierig gewesen, Charakter und Wesen der ursprünglich für vierstimmige Männerchöre geschriebenen Kompositionen nicht zu zerstören, so Thierry Lang in seiner Ansage. Lang hat es geschafft, mit viel Feingefühl und Spürsinn die Greyerzer Volkslieder für sein Ensemble zu arrangieren. Dabei lässt er die beiden Jazzinstrumente Klavier und Flügelhorn in einen ausgeglichenen Dialog mit den vier klassischen Streichern treten. Mitten drin steht der Bass als solider Boden und vorwärts treibende Kraft, etwa im Lied «Le vieux chalet», das im Rumba-Stil daherkam. Die sieben Musiker interagierten ausgesprochen harmonisch. Sie boten ein beeindruckendes Wechselspiel zwischen den Liedmelodien und den von Thierry Lang darüber komponierten Improvisationen. Die als Chorstimmen geführten Celli gaben, wie etwa im Eröffnungsstück «L’immortelle de Jean», eine Melodie vor, die nach und nach von den drei Jazzmusikern aufgenommen wurde. Bekannte und weniger bekannte Lieder brachten die Künstler zu Gehör. Nebst dem «Chalet» durfte das hier zu Lande wohl ebenso bekannte Lied «Le Ranz des vaches» natürlich nicht fehlen. Die sieben Musiker boten in der reformierten Kirche Zweisimmen mit den Lyoba-Hirtenliedern ein Klangerlebnis von besonderer Schönheit mit Melodien, die das Herz wohl so manchen Zuhörers, so mancher Zuhörerin erwärmt haben dürften. Kilian Gobeli >

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