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Interlakner Flaniermeile wird umgebaut

InterlakenDer Höheweg, eine der bekanntesten Flaniermeilen der Schweiz, wird zur Grossbaustelle. Im Rahmen des Verkehrskonzeptes Crossbow werden Strasse, Trottoir und Promenade für insgesamt 6,3 Millionen Franken «geliftet». Start ist am 3. Oktober.

Für 6,32 Millionen Franken wird der Höheweg an das Verkehrskonzept Crossbow angepasst. Sanierung und Neugestaltung waren vom Stimmvolk im Juli deutlich genehmigt worden. Gestern Nachmittag informierten die Behörden über die geplanten Arbeiten und deren Terminierung. «Es ist das Herzstück von Crossbow», fasste Gemeindepräsident Urs Graf das Projekt zusammen. Dabei handelt es sich gewissermassen um den Schaft der Armbrust . Und, so Graf weiter: «Es ist ein wichtiger Beitrag zum dringend notwendigen Facelifting von Interlaken.» Konkret: Zwischen Harderstrasse und Klosterstrasse wird das nördliche Trottoir des Höheweges, als jenes, an das die meisten Hotels grenzen, um einen Meter verbreitert. Die beiden je 3,25 Meter breiten Fahrbahnen werden durch einen 1,5 Meter breiten Granitstreifen getrennt, dann folgt ein «multifunktionaler Streifen» mit 26 (bisher: 40) Parkplätzen und weiteren Park- und Haltemöglichkeiten für Mofas und Velos, für Reisecars und touristische Bähnchen. Die entsprechende Anordnung werde je nach Bedarf gestaltet. Das südliche Trottoir wird aufgehoben. Keine Fussgängerstreifen Fussgängerstreifen sind nicht vorgesehen. Dies lasse das übergeordnete kantonale Recht für Tempo-30-Zonen bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht zu, sagte Urs Graf. Die Bauarbeiten werden in zwei Etappen ausgeführt, und zwar während je rund sechs Monaten im kommenden und darauffolgenden Herbst/Winter. Am Montag, 3. Oktober, startet man mit dem Abschnitt zwischen Hotel Metropole und dem Restaurant Petit Casino, 2012/13 gehts weiter bis zum Du Nord. 2014/15 folgt der eigentliche Abschluss mit der teilweisen Neugestaltung der südwärtigen Promenade inklusive einem möglichen Musikpavillon. Details dazu liegen noch nicht vor. Bauverwalter Jürg Etter ist froh, den ursprünglich geplanten Baustart einhalten zu können – trotz einigen Einsprachen. Die meisten davon betrafen die Parkplätze für Reisecars, die letzte wurde vor einer Woche zurückgezogen. «Wir müssen recht zügig in die Realisierung», betonte Urs Graf. Denn: Um die Subventionen im Rahmen des nationalen Agglomerationsprogrammes zu erhalten, muss das gesamte Bauvorhaben bis 2014/15 realisiert sein. Dabei geht es immerhin um 40 Prozent, die vom Bund übernommen werden, und 30 Prozent, die der Kanton bezahlt. Der Gemeinde Interlaken verbleiben damit noch 30 Prozent. Diese Zahlen beziehen sich ausschliesslich auf die 4,8 Millionen Franken, die für den Strassenbau veranschlagt sind. Für den motorisierten Verkehr, Velos und Kutschen bleibt der Höheweg während den Bauarbeiten von West nach Ost einspurig befahrbar. Die umgekehrte Richtung führt über Kloster- und Alpenstrasse. Über diese Route werden Busse und Reisecars umgeleitet. Alex Karlen>

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