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Im Dienst der deutschen Luftwaffe

Thun HistorischEin Hilterfinger Luftfahrtpionier im Dienst der Deutschen: Vor 100 Jahren flog Albert Rupp, einer der besten Piloten der damaligen Zeit, der deutschen Luftwaffe die fabrikneuen Modelle ein.

Der Hilterfinger Pilot Albert Rupp hatte sich in Deutschland einen ausgezeichneten Namen gemacht. Rupp war Profipilot und Luftfahrtexperte. Die Deutschen beanspruchten noch vor dem Ersten Weltkrieg die Dienste des Talents aus der Region Thun: Rupp, der 1913 mit einem deutschen Kampfpiloten auch ein Handbuch zur Fliegerei herausgab, war 1911 zum Chefpiloten der Albatros-Werke in Johannisthal bei Berlin ernannt worden. Diese waren aufgrund ihrer modernen Anlagen bekannt in ganz Europa. Rupp durfte in seiner prominenten Arbeitsstätte von nun an die neuen Modelle der Flugzeugfabrik zur deutschen Armee fliegen. Aufgrund seines guten Rufs erklärten sich die Albatros-Werke bereit, dem Thuner Flieger einen ihrer «Apparate» für einen Flug Berlin–Thun zur Verfügung zu stellen und sich an den Unkosten zu beteiligen. So stehts in der Thuner Chronik vom 1.August 1911. Die Lehre in Thun, in Deutschland der Ruhm Albert Rupp wurde am 29.August 1885 in Hilterfingen geboren. Er war einer der ersten Pioniere des Motorflugs überhaupt. Nach einer Mechanikerlehre in Thun begann er in Paris mit der Fliegerei. Er kam später nach Johannisthal bei Berlin zu den Albatros-Werken. Die Albatros-Flugzeugwerke GmbH entwickelten und bauten vor allem während des Ersten Weltkriegs Flugzeuge für die Fliegertruppe des Deutschen Heeres. Rupp galt in Deutschland als einer der besten Flieger. Er leistete wertvolle Dienste bei der Einfliegung der Flugmaschinen bei der preussischen und später auch der russischen Heeresverwaltung. Aufsehen erregte er auch durch die Kühnheit seiner Flüge. Als erster Flieger überhaupt überquerte er am 20.Juli 1911 mit einem Albatros-Doppeldecker Berlin in einer Höhe von 300 Metern und umkreiste zweimal die Siegessäule. Trotz grossen Erfolgs stets umgänglich geblieben Albert Rupp war später führend beim Bau von Militärflugzeugen und erfand die in der ganzen Welt bekannte Rupp-Propellernabe – eine Neukonstruktion der Verbindung von Propeller und Motor. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges lebte Rupp in Berlin. Später zog er sich auf sein Gut in Hilterfingen zurück. Rupp war nicht nur fliegerisch begabt, sondern hatte auch noch eine kleine Kaninchenzucht. Laut Bekannten und Freunden blieb Rupp trotz seines grossen Erfolgs bis an sein Lebensende ein «gmögiger» und umgänglicher Mensch. Er ging gerne kegeln und liebte Gesellschaft. Geheiratet hat Rupp aber nie. Er starb als Junggeselle am 16.Dezember 1958 nach langem Leiden an einem Krebsgeschwür. Was in Thun vor 100 Jahren sonst noch für Schlagzeilen sorgte: 5.8.1911Der «English Herald» schreibt unter anderem über die Bahnhofverhältnisse in Thun: «In Thun hat das Umsteigen von der Eisenbahn auf das Dampfschiff oder umgekehrt den Reisenden schon viel Verwirrung und Ärgernis gebracht, um zu wissen, wo sie aussteigen sollten. Thun ist die Kopfstation der Dampfschiffe auf dem Thunersee. Die eigentliche Ländte liegt ungefähr eine Meile von der Stadt weg in Scherzligen, einen in der Geschichte, aber nicht dem reisenden Publikum bekannten Ort». 7.8.1911 Mit 320 Ja gegen 13 Gegenstimmen genehmigt die Einwohnergemeindeversammlung, die von 339 Bürgern besucht wurde, die Subvention von 320000 Franken zum Bau vom modifizierten Zentralbahnhof, Projekt 1909 der Bundesbahnen. Gleichzeitig wurden die erforderlichen 4000 Franken für den Bau neuer Heizkessel im Aarefeld-Schulhaus bewilligt. 12.8.1911Nachdem ein Einsender die Autofahrer, die trotz regierungsrätlichem Verbot die Hofstettenstrasse befahren, mit «renitenten Autlern» bezeichnete, antwortet ein Autofahrer in einem eingesandten Artikel: «Geht die löbliche Thuner Polizei gar nichts an. Das Verbot berührt nur die Strasse vom ‹Rufeli› an. Die enge Hofstettenstrasse kann jederzeit nach wie vor von Automobilen befahren werden.» 16.8.1911 Im «Stadtanzeiger» ist folgendes Inserat zu lesen. «Heirat. Fräulein, 19 Jahre alt, von schöner Erscheinung, wünscht sich zu verehelichen mit nur altem, vermögendem, wenn auch gebrechlichem Herrn, Witwer mit Kindern nicht ausgeschlossen. Anonymes zwecklos.» «Zeichen der Zeit», hält das «Tagblatt» damals fest. 30.8.1911 Der heutige Markt verzeichnete eine Auffuhr von 190 Kühen, 25 Kälbern, 26 Schafen, 12 Ziegen, 510 Schweinen und 2 Pferden.ddt/pdQuellen: Stadtarchiv Thun, Gemeindearchiv Hilterfingen, Wikipedia sowie weitere Quellen im Internet. >

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