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Ihr Leben gehört dem Ballett

Nach zwölf Jahren auf internationalen Bühnen ist Profitänzerin Fabiana von Arx in die Schweiz zurückgekehrt. Bevor sie sich ihren neuen Traum verwirklicht, unterrichtet sie Ballettklassen an der Dance Academy Silva in Thun.

Ihr grosses Können hat sie unter anderem schon an die ungarische Tanzakademie in Budapest oder ans Staatstheater in Santiago de Chile gebracht. In den letzten neun Jahren war sie als Solistin beim Ballett Rossa an der Oper in Halle an der Saale (D) tätig. Wenn es also einen roten Faden durch das Leben von Fabiana Maria von Arx gibt, dann ist es das Tanzen und dabei besonders das Ballett. Seit August hat Von Arx den Ruhm internationaler Bühnen nun aber gegen einen Lehrauftrag im Berner Oberland eingetauscht. Jeden Donnerstagabend unterrichtet sie an der Dance Academy Silva in Thun eine Kinderballettklasse und eine neue Anfängerklasse für junge Erwachsene. Mit vier Jahren angefangen Selbst mit Ballett angefangen hat die heute 34-Jährige bereits in früher Kindheit. «Als ich vier Jahre alt war, wurde festgestellt, dass eines meiner Beine einen Zentimeter kürzer ist als das andere. Man legte mir das Turnen nahe, doch ich entschied mich für Ballett», erinnert sich Von Arx, die im Alter von vier Monaten als Adoptionskind aus Brasilien von einer Schweizer Familie aufgenommen wurde. Ihre Eltern entdeckten Fabianas Talent und förderten sie dementsprechend; aus anfänglich ein bis zwei Tanzlektionen pro Woche wurden kontinuierlich mehr. Später besuchte sie unter anderem die Schweizerische Ballettberufsschule in Zürich sowie die Hochschule für Musik und Tanz. Unterricht und Studium Von Arx‘ allererster Ballettintensivkurs führte sie dagegen zu Silvia Winterhalder nach Thun. Bei ihr meldete sich die Profitänzerin denn auch nach der Rückkehr in der Schweiz. «Ich fragte an, ob ich an der Dance Academy Silva unterrichten dürfe», erklärt die nun in Solothurn wohnhafte 34-Jährige. «Es geht mir nicht zuletzt darum, die Erkenntnisse aus meiner Ausbildung bei den Schülern anzuwenden.» Von Arx absolviert nämlich derzeit noch ein Studium in Tanzpädagogik an der Zürcher Hochschule der Künste. Dort kann sie ihr praktisches Wissen theoretisch vertiefen und lernt etwa Hintergründe zu den Themen Körperbau und Anatomie. «Das ermöglicht es mir, altersgerecht zu unterrichten», so Von Arx. «Körperhaltung profitiert» Berührungsängste mit der Profitänzerin kennen ihre fast ausschliesslich weiblichen Schülerinnen kaum. Zu sehr stehen Disziplin, Konzentration und die Freude am Ballett im Vordergrund. Von Arx ist ausserdem überzeugt, dass die körperliche Haltung extrem profitiert: «Wer einmal Ballett getanzt hat, kann bis ins hohe Alter davon zehren. Und ein Einsteigen ist übrigens jederzeit möglich.» Persönlich hat Von Arx die Karriere als Profi nach der Rückkehr in die Schweiz an den Nagel gehängt. Den nächsten Traum – denjenigen einer eigenen Ballettschule – will sie sich erfüllen, sobald sie den Master in Tanzpädagogik in der Tasche hat. Dies wird voraussichtlich im Sommer 2011 der Fall sein. «Bis dahin unterrichte ich sicher hier in Thun weiter», ist Fabiana von Arx überzeugt. Gabriel Berger >

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