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Ideenlos im Angriff

1.-liga-fussballThun U-21 hat enttäuscht. Gegen Wangen bei Olten schaute nur ein mageres 1:1 heraus.

In der ersten Halbzeit sass der Thuner Trainer Rüdiger Böhm noch artig auf seinem Stuhl innerhalb der Trainerzone. Auch wenn er mit der Leistung seines Starensembles überhaupt nicht zufrieden war. Mit Andreas Wittwer, Michael Siegfried und Mirson Volina standen ihm nämlich drei Kaderspieler der spielfreien ersten Mannschaft zur Verfügung. Aber auch ihnen gelang gegen diesen aggressiven Gegner, der bereits in der Mittelzone die Räume eng machte, praktisch nichts. «Wir machen wieder die gleichen Fehler wie zu Beginn der letzten Saison», sagte der Trainer. «Wir spielen viel zu kompliziert und stehen zu weit vom Gegner weg. So jedenfalls habe ich es der Mannschaft nicht gelehrt.» Erster Torschuss – 0:1 Nach dem Seitenwechsel verfinsterte sich die Mine von Böhm zusehends. Noch immer fehlten den stereotyp vorgetragenen Angriffen der jungen Thuner die Ideen. Auch die Hereinnahme des talentierten Spielmachers Mathieu Salamand und des pfeilschnellen Sandro Christen änderte am mangelhaften Spielaufbau und an der Ideenlosigkeit im Abschluss wenig bis gar nichts. Böhm blieb nur das Kopfschütteln. Vollends in Rage geriet der Trainer eine Viertelstunde vor Spielende. Den Solothurnern gelang mit dem allerersten Torschuss die 1:0-Führung. Die Hintermannschaft der Thuner unterschätzte einen weit gezogenen hohen Ball. Ein Spieler von Wangen köpfte den Ball von der verlängerten Torlinie mit letztem Einsatz auf den Elfmeterpunkt zurück, von wo ihn Dusan Pavlovic unter dem Körper von David Moser hindurch ins Tor beförderte. «Wir schauen nur zu», so der Kommentar von Böhm. Nun hielt ihn nichts mehr auf dem Stuhl und manchmal auch nicht in der Trainerzone. Auch das 1:1, von Mirson Volina erzielt, konnte an der Gemütslage von Böhm nichts ändern. Immerhin zeigten die Thuner, wie man es gegen diesen destruktiven Gegner hätte machen müssen: Ein schnell über die linke Aussenposition vorgetragener Angriff hatte das Abwehrbollwerk von Wangen geknackt. Peter Voegeli>

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