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Henri Huber geht

Nach einem Eklat ist Stadttheaterpräsident Henri Huber aus der Projektgruppe «Musik-Theater Bern» zurückgetreten.

Und wieder sorgen das Berner Symphonieorchester (BSO) und das Berner Stadttheater für Schlagzeilen. Wie der «Bund» gestern berichtete, ist Stadttheaterpräsident Henri Huber letzte Woche aus der Projektgruppe «Musik-Theater Bern» ausgeschieden. Der Grund: Als der Zwischenbericht zum Projekt «Musik-Theater Bern», der die Zusammenlegung von BSO und Stadttheater vorsieht, den Subventionsgebern vorgestellt wurde, kam es zwischen Huber und den BSO-Vertretern zum Eklat – worauf Huber seinen Rücktritt erklärte. Für eine Stellungnahme war ergestern nicht erreichbar. Konkretes war auch von Projektleiter Jürg Keller nicht zu erfahren. Als Grund nennt dieser lediglich «Meinungsverschiedenheiten.» Über Hubers Nachfolge in der Projektgruppe, in der beide Institutionen paritätisch vertreten sind, lässt sich vorläufig nur spekulieren. Sinnvoll wäre eine Person aus dem Stadttheater-Ensemble, die die Anliegen der Künstler vertritt – wie dies bei der BSO-Delegation mit dem Orchestermusiker Daniel Schädeli bereits der Fall ist. Es ist anzunehmen, dass der Verwaltungsrat an der ausserordentlichen Sitzung Anfang nächster Woche über Hubers Nachfolge entscheiden wird. Gemäss «Bund» sieht der Zwischenbericht zum Projekt «Musik-Theater Bern» beim Orchester nur wenige Abstriche vor: Weiterhin würden 15 Doppelkonzerte jährlich programmiert, beim Musiktheater will man dagegen von 100 Vorstellungen auf 70 zurückfahren. Das Schauspielensemble soll um 6 Stellen erweitert und die Ballettsparte in der heutigen Form weitergeführt werden. «Dies sind mögliche Ansätze», sagt Jürg Keller. Der Bericht sei noch nicht konsolidiert, was bedeutet, dass sich BSO und Stadttheater nach wie vor nicht einig sind – insbesondere, was die Verteilung der Gelder und die Führungsstruktur der neuen Organisation betrifft. Bis im Juli werden die Inhalte in der Projektgruppe weiter diskutiert und die Resultate anschliessend der Regionalkonferenz Bern Mittelland, der Auftraggeberin, vorgelegt. lm>

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