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Helle Passage statt dunkles Loch

Eine Leuchtwand, eine weiss gestrichene Decke, in den Boden eingelassene Leuchten: Der einst häss-

Die Tage des hässlichen «Mühle-lochs» in Thun sind gezählt: Die Sanierung der Passage zwischen dem Mühleplatz und der Oberen Hauptgasse ist praktisch abgeschlossen. «Noch fehlen bei den Tragstützen auf der Seite Mühleplatz vier in den Boden eingelassene Leuchten», sagt Hans Mischler vom Amt für Stadtliegenschaften. Dies aufgrund von Lieferschwierigkeiten beim Hersteller. Zudem werden auf der Hauptgasse-Seite beim Trottoir über dem Durchgang, das in Privatbesitz ist, Fugen abgedichtet. Dies geschieht, sobald es die Witterung zulässt. Weil heute noch Wasser durch die Decke sickert, werden unverputzte Stellen in der Passage laut Mischler erst nach diesen Arbeiten geflickt. Ebenfalls noch nicht fertig saniert ist die vom Mühleplatz aus rechte Seite des Durchgangs: Dort entsteht die neue «Chillounge». Sie wird die Mühlepassage zusätzlich beleben und beleuchten. Mit der Sanierung nach dem Projekt der Straubhaar Architekten, Thun wird das Gässli vom dunklen Loch zur hellen Passage. Gemeinderätin und Initiantin Jolanda Moser (FDP) ist begeistert: «Mir gefällt das Resultat sehr gut, und ich bin glücklich über diese Verbesserung der Situation.» Das Mühlegässchen habe diesen Namen nun verdient, es sei viel heller, sauberer und wieder problemlos begehbar. Moser fügt an: «Wir sind noch auf der Suche nach einer Verbesserungsmöglichkeit für die Kehrichtdeponie.» Denn: Beim Mühlegässchen stapeln sich vor der Müllabfuhr jeweils die Kehrichtsäcke. Geprüft wird deshalb im Bereich Mühleplatz/Hauptgasse eine neue Unterflur-Sammelstelle. Bei dieser kann der Abfall in einem im Boden versenkten Container deponiert werden. Keine Kreditüberschreitung Noch könne die Schlussabrechnung nicht gemacht werden. Hans Mischler sagt aber: «Wir bewegen uns innerhalb des Kredits.» Zur Erinnerung: Der Thuner Gemeinderat hat 190000 Franken für die Sanierung bewilligt. Effektiv bezahlt die Stadt aber deutlich weniger. Denn: 100000 Franken haben Hans Wüthrich, Inhaber der Gallant Leder Accessoires AG, und Bijoutier Thomas Frieden bei Privatleuten und Unternehmern gesammelt. Die Reaktionen, die er erhalten habe, seien sehr positiv. «Wir freuen uns, dass es gelungen ist, die Passage aufzuwerten», sagt er. Man sehe von weitem, dass da etwas Spannendes entstanden sei. Bei der Beleuchtung müssten noch gewisse Details geregelt werden – etwa wann genau diese eingeschaltet ist, und wie hell das dimmbare Licht sein soll. Möglicherweise werde dies auch saisonal unterschiedlich gehandhabt. Hans Wüthrich weist zudem ebenfalls auf das noch ungelöste Abfallproblem hin: «Es gibt Undisziplinierte, die sich nicht an die Zeiten halten, wann Abfallsäcke deponiert werden können.» Das schade dem Image der Hauptgasse.Michael Gurtner>

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