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Haus Tobias: Wieder ging eine Anzeige ein

NiederbippKonfusion um das geschlossene Behindertenheim Haus Tobias: Erneut ist bei den Behörden eine Anzeige eingereicht worden.

Eigentlich steht der frühere Leiter des Behindertenheims Haus Tobias am Pranger: Der Sozialtherapeut und einer seiner Söhne sollen die schwer geistig und körperlich behinderten Bewohner des Heims in Niederbipp misshandelt haben. Das ist denn vermutlich auch einer der Gründe, warum der Kanton das Heim Ende Jahr nach Meldungen von früheren Mitarbeitern geschlossen hat. Es hiess, das Wohl der Bewohner sei gefährdet. Nachdem sich die ersten Wogen geglättet hatten, wehrte sich aber der frühere Leiter: Er bestritt nicht nur die Vorwürfe, sondern reichte auch diverse Anzeigen gegen ehemalige Mitarbeiter ein (wir berichteten). Und jetzt folgt der nächste Befreiungsschlag. Diesmal erhebt der frühere Heimleiter im Gespann mit einer weiteren Ex-Mitarbeiterin Vorwürfe. Es geht um eine behinderte Bewohnerin, die nach der Schliessung des Hauses Tobias von den Behörden umplatziert worden ist. In einem Mail schreibt die Ex-Mitarbeiterin: Es sei «ein Skandal», dass die Frau im neuen Heim mit Psychopharmaka behandelt werde. Solche Medikamente habe sie während ihrer 15 Jahre im Haus Tobias nie nötig gehabt. Die Ex-Mitarbeiterin schlägt vor, die behinderte Frau solle vorübergehend wieder im Haus Tobias betreut werden; zu einem Tarif von 357 Franken im Tag. Ihr Schreiben will die Ex-Mitarbeiterin explizit als «Anzeige» verstanden wissen: «gegen die Traumatisierung und medikamentöse Behandlung». Claus Detreköy, der zuständige Abteilungsleiter beim kantonalen Alters- und Behindertenamt, wollte auf Anfrage keine Stellung zum Inhalt des Mails nehmen, bestätigte aber dessen Eingang.baz>

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