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Habker sollen Wasser sparen, bis es regnet

thunerseeDie anhaltende Trockenheit wirkt sich auch auf die Trinkwasserreserven aus. Zwar ist die Versorgung der

Morgen soll es so weit sein. Eventuell schaffen es auch schon heute ein paar Tropfen aus dem bewölkten Himmel bis auf den trockenen Boden. Das Oberland wartet auf Regen. «Mit Ausnahme vom Tessin sind in den letzten Tagen kaum Niederschläge gefallen. Die Fliessgewässer weisen mehrheitlich unterdurchschnittliche Abflussmengen auf», heisst es im hydrologischen Bulletin des Bundesamts für Umwelt (Bafu). «Tiefe Abflussmengen zeigen insbesondere die Fliessgewässer der Alpennordseite, wobei auch die Abflüsse der grösseren Fliessgewässer des Mittellandes deutlich unterhalb der langjährigen Monatsmittel liegen», schreibt das Bafu weiter. Reservoire nicht genügend gefüllt Die Gemeinden nördlich des Thunersees spüren die Auswirkungen des niederschlagsarmen Winters. «Es ist ein spezielles Jahr, seit Januar ist es recht trocken», berichtet Andreas Zurbuchen, Gemeindeschreiber von Habkern. Da es zudem wenig geschneit habe, gebe es jetzt auch kaum Schmelzwasser. «Die Wasserreservoire werden zurzeit nicht mehr genügend gefüllt», hat die Gemeinde Ende vergangener Woche der Bevölkerung per Flugblatt mitgeteilt und dazu aufgerufen, sparsam mit dem Wasser umzugehen: Kein Wasser unnötig und kein Brunnenwasser dauernd laufen lassen, bei den Scheunen ohne Vieh überprüfen, ob die Leitungen entleert sind und das Wasser abgestellt ist. Mittlerweile hat sich die Lage etwas entspannt. Zurbuchen: «Seit wir das Flugblatt verschickt haben, hat sich die Situation schon wieder etwas verbessert.» Deshalb versucht der Gemeindeschreiber auch zu beschwichtigen: «Wenn es einen trockenen Winter gibt, kann es zu gewissen Engpässen kommen. Das ist nicht in jedem Jahr der Fall. Sobald es regnet, wird sich die Lage normalisieren.» An Engpässe bei der Wasserversorgung kann sich auch Urs Zimmermann erinnern «Das hat es in früheren Jahren gegeben, wenn der Winter sehr trocken war», sagt der Beatenberger Gemeinderat, der der Kommission für Infrastruktur und Betriebe vorsteht. Seit den Neunzigerjahren, seitdem Beatenberg an das Leitungsnetz der Industriellen Betriebe Interlaken (IBI) angeschlossen sei, sei das aber kein Problem mehr. Zimmermann: «Jetzt laufen die Pumpen etwas mehr, wenn es weniger Quellwasser gibt.» Versorgung über die Energie Thun AG Ähnlich gestaltet sich die Situation bei den Gemeinden Schwendibach, Homberg und Goldiwil, die von der Energie Thun AG mit Trinkwasser versorgt werden. «Wir haben zwar weniger Zufluss aus den Quellen, aber Wasserknappheit ist bisher kein Problem», erklärt Urs Neuenschwander, Leiter Markt und Kunden beim Thuner Unternehmen. Die Gemeinde Heiligenschwendi hat zwar ihre eigene Wasserversorgung. Ein Engpass sei aber kein Problem, wie Gemeindeschreiberin Brigitte Aemmer versichert.Claudius Jezella>

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