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Gymeler wehren sich weiter gegen Ausschluss

KönizDrei der vier Gymnasiasten, die in Berlin ein Paar

Jetzt muss sich das bernische Verwaltungsgericht mit den Könizer Gymnasiasten beschäftigen, die Anfang Februar auf einer Klassenreise in Berlin ein Paar beraubt haben sollen. Vor einer Woche gab die Erziehungsdirektion (ERZ) bekannt, dass die von der Schulkommission verhängte Massnahme ab sofort gültig ist (wir berichteten). Drei Gymnasiasten haben nun beim Verwaltungsgericht dagegen Beschwerde eingereicht, wie die ERZ auf Anfrage erklärt. Die erneuten Beschwerden hätten auf die verhängte Disziplinarstrafe keine aufschiebende Wirkung, heisst es seitens der ERZ. Weiterhin ausgeschlossen Seit viereinhalb Wochen sind die Schüler des Gymnasiums Köniz-Lerbermatt bereits vom Unterricht ausgeschlossen. Zwölf, respektive ein Schüler nur acht Wochen, müssen sie der Schule fernbleiben. Zudem wurden inzwischen die mehrwöchigen Sozialeinsätze aufgegleist. Auch wenn jetzt wieder Beschwerden vorliegen, setzt die Schulkommission die Massnahmen nicht aus. Vor Verwaltungsgericht geht es jetzt zwar offiziell nur um die Frage der aufschiebenden Wirkung. «Doch eigentlich geht es letztlich um unsere ganze Massnahme», sagt Schulkommissionspräsident Marcel Wyler. Das Verfahren ziehe sich dahin. Damit sei ein immer grösserer Teil der disziplinarischen Massnahme vollzogen. «Diese Zeit lässt sich nicht mehr zurückdrehen.» Noch immer ist offen, ob die Schüler im Sommer die Matura machen können. Pulver nicht befangen Es ist nicht das erste Mal, dass sich das Verwaltungsgericht mit den Gymelern beschäftigen muss. Einer der vier Gymnasiasten richtete bereits seine erste Beschwerde gegen den Schulausschluss nicht wie vorgesehen an die ERZ, sondern direkt ans Verwaltungsgericht. Dies offenbar, weil er die ERZ für befangen hält. Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne) habe sich in den Medien zur Sache geäussert, wolle aber trotzdem nicht in den Ausstand treten. Zudem habe eine Mitarbeiterin der ERZ die Schulkommission beraten, wurde dies begründet. Doch dem Gericht genügten diese Argumente nicht, es nahm Pulver in Schutz. Und es erklärte sich für nicht zuständig und leitete die Beschwerde an die ERZ weiter. Auch Pulver weist den Vorwurf der Befangenheit zurück. «Ich habe nur öffentlich gesagt, dass ich keine Gewalt auf Schulausflügen will, die Schüler damit vorverurteilt habe ich nicht.» Was im konkreten Fall genau passiert sei, gelte es jetzt erst herauszufinden. Lucia Probst>

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